Archive for the ‘Gesundheit/Soziales’ Category

Deutscher Computerspielepreis wird erstmals in München vergeben

Donnerstag, Oktober 30th, 2008

Der neu geschaffene „Deutsche Computerspielepreis” wird erstmals in München vergeben. Staatsminister Bernd Neumann erklärte zu der für das Frühjahr 2009 geplanten Preisvergabe: „Der vom Deutschen Bundestag, der Bundesregierung und der Computerspielebranche gemeinsam getragene Computerspielepreis ist ein Meilenstein für die Förderung qualitativ hochwertiger Computerspiele. Wir haben einvernehmlich mit der Computerspielebranche vereinbart, die erste Verleihung dieses Preises in München zu veranstalten. München bringt mit seiner herausragenden Medienlandschaft zweifellos beste Voraussetzungen für die Preisvergabe mit. Computerspiele haben sich zu einem Leitmedium für viele Kinder und Jugendliche entwickelt. Ich bin davon überzeugt, dass sich der kulturpolitische Einsatz für Qualität im Computerspielemarkt auch wirtschaftlich zugunsten der Unternehmen dieser Branche auswirken wird.”

Neben der Verleihung des Computerspielepreises soll eine Stiftung zur Förderung interaktiver, qualitativ hochwertiger sowie kulturell und pädagogisch wertvoller Unterhaltungsmedien errichtet werden. Ihr kommt für die praktische Förderung entsprechender Produkte eine entscheidende Bedeutung zu. „Die Stiftung für interaktive Unterhaltungsmedien soll zusammen mit Wissenschaft und Wirtschaft die praktischen Voraussetzungen schaffen, um einerseits die Chancen des Mediums und der zu Grunde liegenden Technologie zu nutzen und andererseits die Risiken zu minimieren, die sich aus einem unsachgemäßen Umgang insbesondere von Kindern und Jugendlichen mit diesem Medium ergeben”, erklärte Neumann.

Bayerns Medienminister Eberhard Sinner betonte: „Ich freue mich über diese Entscheidung, denn sie unterstreicht Bayerns Rang als Top-Standort in Deutschland für Medien und zunehmend auch für Computerspiele. Qualitativ hochwertige sowie kulturell und pädagogisch wertvolle Computerspiele gewinnen am Standort Bayern zusehends an Bedeutung. Bereits mit der Computerspielmesse „Munich Gaming” im letzten Jahr haben München und Bayern gezeigt, dass die Computerspielbranche hier herzlich willkommen ist. Gerne ist der Freistaat bereit, nächstes Jahr die erste feierliche Verleihung des Deutschen Computerspielepreises auszurichten.”

Die Verleihung des Computerspielepreises soll am 31. März 2009 als Auftakt der vom 1. bis 3. April 2009 geplanten Messe „Munich Gaming” stattfinden. Im darauf folgenden Jahr ist Berlin als Austragungsort in Aussicht genommen. Kulturstaatsminister Bernd Neumann hatte sich Ende letzten Jahres mit der deutschen Spieleindustrie auf die Vergabe eines „Deutschen Computerspielepreises” verständigt. Ziel ist es, die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf prämierte Computerspiele zu lenken und zugleich durch Preisgelder die Entwicklung qualitativ hochwertiger Computerspiele in Deutschland zu fördern.

Der Preis wird in folgenden Kategorien vergeben: Bestes deutsches Spiel, Beste Innovation, Bestes Serious Games (Lern- oder Simulationsspiel), Bestes Jugendspiel, Bestes Kinderspiel, Bestes mobiles Spiel, Bestes Browserspiel, Bestes Konzept aus Studentenwettbewerb, Bestes Konzept aus Schülerwettbewerb, Bestes internationales Spiel (Sonderpreis).
Über die Vergabe des Computerspielepreises entscheidet eine unabhängige Jury, deren Mitglieder je vom Deutschen Bundestag, vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und von der Spielewirtschaft bestimmt werden.
Der mit insgesamt 600.000 Euro dotierte Computerspielepreis wird je zur Hälfte von der Bundesregierung und von folgenden Branchenverbänden getragen: Bundesverband der Entwickler von Computerspielen e.V. (GAME), Bundesverband interaktive Unterhaltungssoftware e.V. (BIU), Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) und Bundesverband Digitale Wirtschaft e.V. (BVDW).

Quelle: Bayerische Staatskanzlei - PM vom 29.10.2008

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Safer Party - Rote Karte für Krawallmacher

Donnerstag, Oktober 30th, 2008

WÜRZBURG - Gewaltdelikte in und im Umfeld von Diskotheken und in Lokalen hatten in den letzten Jahren zugenommen. Dieser landes- und bundesweite Trend war leider auch in Würzburg feststellbar. Oftmals war übermäßiger Alkoholkonsum als Auslöser für die Tat anzusehen. Körperverletzungsdelikte und Sachbeschädigungen, insbesondere an Fahrzeugen und öffentlichen Einrichtungen resultierten ebenfalls daraus. Deshalb hatten die Polizeiinspektion Würzburg-Ost gemeinsam mit der Stadt Würzburg und Vertretern des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes nach Lösungen gesucht. Als Ergebnis entstand im Oktober letzten Jahres die sog. „Safer Party“.

Nunmehr wollen auch das Diakonische Werk Würzburg e.V. - Suchtpräventionsstelle - und der Landesverband des Bayer. Einzelhandels die Aktion „Safer Party“ tatkräftig unterstützen. Wie das Zusammenspiel der Partner künftig erfolgen wird, wollen die Verantwortlichen bei der „Vertragsunterzeichnung“ am 3. November, um 14 Uhr, den Medienvertretern näher bringen.

Quelle: PP Unterfranken - PM vom 29.10.2008

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Plakataktion für mehr Organspende

Dienstag, Oktober 28th, 2008

Mit einem Organspendeausweis kann jeder neues Leben schenken. Darauf wies Gesundheitsminister Otmar Bernhard heute in München zum Start einer landesweiten Plakataktion hin und rief dazu auf, sich einen Spendeausweis auszustellen.

Bernhard: “Jeden Tag sterben in Deutschland drei Menschen, deren Leben durch Spenderorgane gerettet werden könnte. Mit dem Aufruf ‘Organspende? Ja sicher!’ wollen wir die Spendebereitschaft verbessern und für einen Spendeausweis werben.” Zwar seien rund 85 Prozent der Bevölkerung bereit, nach dem Tod Organe zu spenden, doch nur zirka 13 Prozent hätten einen Ausweis. Aber, so der Minister weiter, nur der Ausweis dokumentiert den im Ernstfall alles entscheidenden persönlichen Willen des Spenders. Bislang sei es immer noch zu oft nicht möglich, Organe zu übertragen, weil der Wille des Spenders nicht dokumentiert ist.

Durch Ausfüllen eines Organspendeausweises schafft jeder Einzelne für sich, aber auch für seine Angehörigen und Ärzte Klarheit über seinen Spenderwillen. Es ist beabsichtigt, in Zukunft die Organspendebereitschaft auch auf der elektronischen Gesundheitskarte zu vermerken.

Das Faltblatt ‘Organspende? Ja sicher!’ mit heraustrennbarem Organspendeausweis gibt Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Organspende. Es ist erhältlich unter

http://www.bestellen.bayern.de

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit
und Verbraucherschutz - PM vom 28.10.2008

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Gesetz über das Deutsche Rote Kreuz verabschiedet

Donnerstag, Oktober 16th, 2008

Der Deutsche Bundestag hat heute das Gesetz zur Änderung von Vorschriften über das Deutsche Rote Kreuz verabschiedet. Es regelt die besondere Stellung des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) sowie des Malteser Hilfsdienstes und der Johanniter-Unfall-Hilfe im Sinne der Genfer Abkommen.

“Wir geben dem DRK die Rechtssicherheit, die es für seine erfolgreiche Arbeit braucht - verpflichtet auf die sieben Grundsätze der internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung: Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Neutralität, Unabhängigkeit, Freiwilligkeit, Einheit und Universalität. Das Gesetz bekräftigt die besondere Rolle des DRK im humanitären Bereich, bestätigt die besondere Stellung des Malteser Hilfsdienstes und der Johanniter-Unfall-Hilfe nach den Genfer Abkommen und gibt ihrem Wirken eine solide gesetzliche Basis”, sagte Bundesjustizministerin Brigitte Zypries.

Zum wesentlichen Inhalt des Gesetzes:

• Das Gesetz schreibt das Recht des DRK fest, das Zeichen “Rotes Kreuz auf weißem Grund” und die Bezeichnungen “Rotes Kreuz” und “Genfer Kreuz” zu benutzen.
• Das Gesetz erklärt das DRK e.V. zur Nationalen Gesellschaft des Roten Kreuzes. Das DRK unterliegt dadurch drei verschiedenen Rechtsordnungen: Dem humanitären Völkerrecht (insbesondere den Genfer Abkommen und ihren Zusatzprotokollen), dem internationalen Rotkreuzrecht (z.B. Statuten des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes und der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung) und dem nationalen Recht. Die Anerkennung als Nationale Gesellschaft des Roten Kreuzes hat u.a. zur Folge, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des DRK zum Sanitätsdienst der Bundeswehr herangezogen werden können und dann genauso zu schonen und zu schützen sind wie militärisches Sanitätspersonal (Art. 26 des I. Genfer Abkommens).
• Die wichtigen Aufgaben des DRK im humanitären Bereich ergeben sich direkt aus den Genfer Abkommen. Das Gesetz stellt die zentralen Funktionen des DRK heraus: Die Unterstützung des Sanitätsdienstes der Bundeswehr, die Verbreitung von Kenntnissen über das humanitäre Völkerrecht sowie die Unterhaltung eines Auskunftsbüros über besonders geschützte Personen im Konfliktfall und eines Suchdienstes.
Es wird bestätigt, dass neben dem DRK auch der Malteser Hilfsdienst und die Johanniter-Unfall-Hilfe “freiwillige Hilfsgesellschaften” im Sinne der Genfer Abkommen sind. Damit sind sie hinsichtlich ihrer Rechtsstellung nach den Genfer Abkommen dem DRK gleichgestellt.
• Derzeit sind die Rechtsstellung und die Aufgaben des DRK gesetzlich nicht geregelt. Das Gesetz über das Deutsche Rote Kreuz vom 9. Dezember 1937 wird auf das DRK durch die Gerichte allenfalls entsprechend angewandt, nachdem das Bundesverfassungsgericht im Jahre 1957 festgestellt hatte, dass das “Deutsche Rote Kreuz nach der Kapitulation von der Militärregierung aufgelöst und sein Vermögen gesperrt worden ist”. Deshalb regelt das Gesetz von 1937 nicht die Rechte und Pflichten des heutigen DRK. Weil das Gesetz außerdem noch von nationalsozialistischer Terminologie geprägt ist, wird es im Zuge der Rechtsbereinigung spätestens zum 1. Dezember 2010 aufgehoben. Der heute beschlossene Entwurf ersetzt das Gesetz von 1937 durch eine zeitgemäße Neuregelung.

Quelle: Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des
Bundesministeriums der Justiz - PM vom 16.10.2008

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Welternährungstag am 16. Oktober 2008

Dienstag, Oktober 14th, 2008

Sozialministerin Stewens: Ernährungserziehung beginnt ab Geburt und ist im Bildungs- und Erziehungsplan verankert - Erziehungskompetenz der Eltern stärken

“Gesunde Ernährung fördert die Lebensfreude und ist zugleich eine wirksame Präventionsmaßnahme. Die Bereitschaft, sich gesund zu ernähren, muss allerdings schon früh angebahnt werden. Ernährungserziehung beginnt ab der Geburt. Grundlegende Einstellungen und Gewohnheiten für gesundes bzw. ungesundes Verhalten entwickeln sich bereits in den ersten Lebensjahren und sie bleiben lebenslang erhalten. Die Voraussetzungen für spätere Gesundheitsprobleme wie Übergewicht, Sucht oder geringe Stressresistenz werden schon sehr früh geschaffen.” Darauf wies Bayerns Familienministerin Christa Stewens anlässlich des Welternährungstages am kommenden Donnerstag, 16. Oktober, hin.

Ernährungserziehung sei deshalb ein Thema, das für die pädagogische Arbeit in Kindertageseinrichtungen verbindlich vorgeschrieben ist. “Dazu gehört nicht nur Wissen über gesunde Lebensmittel, sondern beispielsweise auch die Fähigkeit zu erkennen, wann man satt ist und wann man am besten mit dem Essen aufhört. Diese Themen wurden in den Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder in Tageseinrichtungen aufgenommen”, erklärte Stewens.

Darüber hinaus widmen sich in Bayern spezielle Initiativen der Ernährungserziehung im Elementarbereich, wie beispielsweise “Tiger Kids” (Näheres unter: www.tigerkids.de), “Fit von klein auf” (www.fitvonkleinauf.de) und die “Plattform Ernährung und Bewegung” (www.ernaehrung-und-bewegung.de).

Viele Tageseinrichtungen nähmen daran bereits teil. “Noch in diesem Jahr wird die ‘Vernetzungsstelle Schulverpflegung’ ihre Arbeit aufnehmen. Sie verfolgt auch das Ziel, dass die Kindertageseinrichtungen ihr Verpflegungsangebot an den Qualitätsstandards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung sowie den Bayerischen Empfehlungen zur Schulverpflegung ausrichten. Für die Bildungseinrichtungen ist die Unterstützung durch die Vernetzungsstelle kostenneutral”, betonte die Ministerin.

Stewens: “Maßgeblich für ein gesundes Aufwachsen unserer Kinder ist auch eine effektive Eltern- und Familienbildung. Gesundheitsbildung beginnt in der Familie. Deshalb halte ich alle Angebote zur Stärkung der Erziehungskompetenz der Eltern gerade im Hinblick auf die Förderung einer gesunden Ernährung für besonders bedeutsam. Indem Eltern ihre Kinder - nicht zuletzt durch das eigene gute Beispiel - zu einer gesunden Ernährung anhalten, schaffen sie eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass sich ihre Kinder gesund entwickeln und entfalten können.”

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung,
Familie und Frauen - PM vom 14.10.2008

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Jetzt gegen Grippe impfen

Dienstag, Oktober 14th, 2008

Um vor der jährlichen Grippewelle geschützt zu sein, sollten sich vor allem unsere Seniorinnen und Senioren impfen lassen. Dazu rief Gesundheitsminister Otmar Bernhard gemeinsam mit dem Präsidenten der Bayerischen Gesellschaft für Immun-, Tropenmedizin und Impfwesen Nikolaus Frühwein heute in München auf.

Bernhard: “Der Höhepunkt der Grippesaison ist zwar meist erst im neuen Jahr, die Grippewelle kann aber schon im Herbst beginnen. Da der Körper nach der Impfung aber noch ein bis zwei Wochen braucht, bis er ausreichend Virenschutz aufgebaut hat, ist rechtzeitig ein Besuch beim Hausarzt angeraten.” Bei der echten Grippe handele es sich um eine ernst zu nehmende Erkrankung, die nach wie vor zu den Infektionskrankheiten mit den höchsten Sterblichkeitsraten in Deutschland zählt. Wegen der sich ständig ändernden Eigenschaften der Grippeviren wird der Impfstoff jedes Jahr nach den aktuellen Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation zusammen gesetzt. Um auch dieses Jahr den bestmöglichen Schutz zu erreichen, wurden alle drei Wirkstoffkomponenten ausgetauscht. Um besonders effektiv vor Atemwegskeimen geschützt zu sein, sollten sich Senioren im Rahmen der Grippe-Impfung gleichzeitig gegen Pneumokokken impfen lassen. Pneumokokken sind für eine große Zahl der Atemwegserkrankungen im höheren Alter verantwortlich.

Die Impfempfehlung gilt vor allem für über 60-Jährige, Menschen mit Abwehrschwäche, Personen mit chronischen Erkrankungen der Atemwege, Herz-, Kreislauf-, Nieren- oder Leberleiden und Stoffwechselerkrankungen, aber auch für Beschäftigte in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen und Kindergärten, die täglich im engen Kontakt mit vielen Menschen stehen. Sie sollen nicht nur zum eigenen Schutz an eine Impfung denken, sondern sich auch zum Wohl der Patienten, Heimbewohner und Kinder impfen lassen. Jährlich fordert die Influenza bundesweit etwa 8.000 bis 11.000 zusätzliche Todesfälle, häufig auch durch Zweitinfektionen wie Lungenentzündungen. Die Impfung ist gut verträglich, die Kosten werden von den Kassen übernommen, die Praxisgebühr entfällt.

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit
und Verbraucherschutz - PM vom 14.10.2008

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"Woche des Sehens" vom 9. bis 15. Oktober

Donnerstag, Oktober 9th, 2008

Sozialministerin Stewens fordert gleichberechtigte Teilhabe blinder Menschen - Ausgaben für Blindengeld beliefen sich 2007 auf rund 81,1 Millionen Euro.

“In Bayern leben rund 16.000 blinde Mitbürgerinnen und Mitbürger. Diesen Menschen eine möglichst selbstbestimmte und weitgehend uneingeschränkte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu gewährleisten und ihnen so viel Hilfe zukommen zu lassen, wie sie benötigen, ist ein wichtiges Ziel bayerischer Behindertenpolitik.” Darauf wies Bayerns Sozialministerin Christa Stewens zum Auftakt der bundesweiten “Woche des Sehens” hin, die am heutigen Donnerstag beginnt. In sie eingebettet ist der “Internationale Tag des weißen Stocks”, der am kommenden Mittwoch, 15. Oktober, begangen wird.

Um die Situation von blinden und sehbehinderten Menschen zu verbessern, hat der Freistaat zahlreiche Maßnahmen ergriffen. Das Bayerische Behindertengleichstellungsgesetz, das seit 31. Juni 2008 unbefristet gilt, hat die Selbstbestimmung gestärkt und Barrieren abgebaut. “Gerade auch für blinde Menschen hat das Gesetz den Alltag und insbesondere den Umgang mit der Verwaltung wesentlich erleichtert. In denke hier an die barrierefreie Kommunikation mit Behörden, die barrierefreie Wahrnehmung von Schriftstücken und eine barrierefreie Gestaltung des Internetauftritts der öffentlichen Hand”, so Stewens.

Dem Abbau von Kommunikationsschwierigkeiten diene auch die Beratungsstelle für taubblinde Menschen, die unter der Trägerschaft der Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe Bayern e.V. im November 2005 im Rahmen eines Modellprojekts ihre Arbeit aufgenommen hat. “Die Beratungsstelle vernetzt alle Hilfsangebote für taubblinde Menschen und ihre Angehörigen und organisiert gemeinsame Unternehmungen. Dieses wichtige Hilfsangebot wird ab 2009 in die Regelförderung übernommen und zusammen mit den Bayerischen Bezirken gefördert”, erklärte die Ministerin. Um blinden Menschen einen Zugang zur Literatur zu ermöglichen, wurde 1958 die Bayerische Blindenhörbücherei gegründet. Seit 50 Jahren können dort Bücher auf Kassette oder CD ausgeliehen werden. Derzeit bietet die Bayerische Blindenhörbücherei über 9.700 Kassettenhörbucher und 2.400 CD-Hörbücher.

Stewens: “Mit dem Blindengeld trägt der Freistaat der besonderen Situation seiner blinden Mitbürgerinnen und Mitbürger Rechnung. Im Dezember 2007 bezogen in Bayern insgesamt 15.979 Personen Blindengeld. Fast zwei Drittel der Blindengeldempfänger sind über 65 Jahre; rund 60 Prozent der Leistungsempfänger sind Frauen. Das volle Blindengeld beträgt derzeit altersunabhängig 505 Euro monatlich. Damit zahlt der Freistaat im Bundesvergleich mit das höchste Blindengeld.” Die Gesamtausgaben des Freistaates für das Blindengeld beliefen sich im Jahr 2007 auf rund 81,1 Millionen Euro.

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung,
Familie und Frauen - PM vom 09.10.2008

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Gesunde Lebensmittel – eine Chance für Bayern

Montag, Oktober 6th, 2008

Freising-Weihenstephan - Der Trend zu gesunder Ernährung treibt den Lebensmittelmarkt an. Das wiederum eröffnet nach Ansicht von Landwirtschaftsminister Josef Miller auch der bayerischen Ernährungswirtschaft im europäischen Wettbewerb neue Chancen. Wie Miller bei der Eröffnung der Veranstaltungsreihe „Cluster Forum Ernährung“ in Freising erklärte, lassen sich besonders für Lebensmittel mit gesundheitlichem Zusatznutzen höhere Erlöse erzielen. Wörtlich sagte der Minister: „Gerade in einer Zeit, in der sich viele Menschen zu wenig bewegen und kaum noch zum Frühstücken, Einkaufen oder zum Kochen von ausgewogenen Mahlzeiten mit frischen Zutaten kommen, gewinnt ‚Functional Food‘ zunehmend an Bedeutung.“ Zu Lebensmitteln mit gesundheitlichem Vorteil zählen laut Miller zum Beispiel probiotische Milchprodukte, die das Immunsystem stärken sollen oder Brotsorten, Eier und Joghurts, die Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren enthalten.

Mit der Veranstaltungsreihe „Cluster Forum Ernährung“ will man einen wichtigen Beitrag dazu leisten, die Zusammenarbeit von Wissenschaft, Erzeugern und Verarbeitern der Ernährungsbranche zu stärken. Der Wissenstransfer zwischen Forschung und Praxis soll zu weiteren Produktinnovationen führen. „Die Wünsche der Kunden frühzeitig aufzuspüren und in die richtigen Produkte umzusetzen, ist eine große Herausforderung für unsere Ernährungswirtschaft“, sagte Miller. Mit seiner Cluster-Politik will der Minister dazu beitragen, die Wettbewerbsfähigkeit der Ernährungswirtschaft nachhaltig zu stärken. Als wichtiges Instrument bayerischer Standortpolitik werden Cluster seinen Worten zufolge in den kommenden Jahren noch weiter an Bedeutung gewinnen.

Weitere Informationen: http://www.cluster-bayern-ernaehrung.de

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Landwirtschaft
und Forsten - PM vom 03.10.2008

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Tierschutzpreis an Bayerns "Ponyretter"

Montag, Oktober 6th, 2008

Der Bayerische Tierschutzpreis geht in diesem Jahr an die Aktion ‘Ponyrettung’, an der Tierschützer aus ganz Bayern beteiligt waren. Diese Entscheidung der Jury gab Umweltminister Otmar Bernhard heute in München bekannt.

Bernhard: “Tiere zu schützen ist nicht nur eine rechtliche, sondern auch ethische Verpflichtung für alle. Tiere sind Mitgeschöpfe, die Respekt und Achtung verdienen. Dieser Verpflichtung ist die Aktion ‘Ponyrettung’ in herausragender Weise nachgekommen.” Bernhard würdigte die Verdienste durch den mit 8.000 Euro dotierten Preis. “Für den Tierschutzpreis waren in diesem Jahr insgesamt 65 Aktivitäten und Projekte vorgeschlagen worden, die alle von beeindruckendem Engagement für den Tierschutz und die Tiere geprägt waren. Mit der Verleihung des Preises an die Aktion Ponyrettung soll ein herausragendes ehrenamtliches Engagement gewürdigt werden”, so der Minister.

Mit der ‘Aktion Ponyrettung’ wurden 108 Ponys aus einem tierschutzwidrigen Transport aus den Niederlanden nach Italien gerettet. In einer beispiellosen Aktion wurden die Tiere, die in teilweise desolatem Zustand waren, aufgepäppelt und nach einer mehrwöchigen Quarantäne von zahlreichen ‘handverlesenen’ Abnehmern übernommen. Nur durch die Zusammenarbeit von Tierschützern, örtlichen Behörden und Tierärzten war diese Aktion möglich. Stellvertretend für alle Beteiligten nehmen Tessy Lödermann (Tierschutzverein Garmisch-Partenkirchen), Dr. Christine Schubert (Tierarztpraxis Dr. Niederacher), Beate Ruth (Tierschützerin), Dr. Wolfgang Grötz (Veterinäramt Garmisch-Partenkirchen) und Walter Hausmann (Betreuer der Ponys) den Preis entgegen. Diese haben durch ihr Organisationstalent und ihren nimmermüden Einsatz für die Ponys maßgeblich am Gelingen der Rettungsaktion beigetragen.

Minister Bernhard verleiht den Preis am 7. Oktober 2008, 18.00 Uhr, im Max-Josef-Saal der Residenz München im Rahmen einer Feierstunde.

Anmerkung:

Der Tierschutzpreis wird 2008 zum achten Mal verliehen. Die Jury besteht aus neun unabhängigen Personen. Sie setzt sich zusammen aus Vertretern des Ministeriums, des Tierschutzbeirats, aus Tierschutzorganisationen, Vertretern des öffentlichen Lebens oder der Wissenschaft sowie Vertretern aus dem Bereich der Medien.

Weitere Informationen: http://www.tierschutz.bayern.de

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit
und Verbraucherschutz - PM vom 06.10.2008

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Regelmäßige Untersuchung auf Darmkrebs kann Leben retten

Freitag, Oktober 3rd, 2008

An Darmkrebs erkranken jährlich über 70.000 Deutsche; aber fast zu 100 Prozent lässt sich der Krebs durch eine regelmäßige Darmuntersuchung verhindern. Gesundheitsminister Otmar Bernhard rief daher heute in München anlässlich der morgen beginnenden Europäischen Woche gegen Krebs dazu auf, die Vorsorgeangebote wahrzunehmen.

Bernhard: “Darmkrebs ist eine heimtückische Krankheit, da er im Frühstadium keinerlei Beschwerden verursacht. Auch wenn Sie sich völlig gesund fühlen, können Sie bereits erkrankt sein.” Generell kann jeder Mensch an Darmkrebs erkranken. Überwiegend tritt er nach dem 50. Lebensjahr auf. Angehörige von Darmkrebspatienten haben allerdings oft schon in jüngeren Jahren ein um 30 Prozent erhöhtes Risiko, ebenfalls zu erkranken. Jeder Mensch sollte sein persönliches Darmkrebsrisiko kennen: einen entsprechende Test enthält das Faltblatt ‘Bayern gegen Darmkrebs’ des Gesundheitsministeriums. “Indem Sie zum Arzt gehen und regelmäßig Vorsorgeuntersuchungen durchführen lassen, geben Sie Darmkrebs erst gar keine Chance,” so Bernhard.

Darmkrebs entsteht aus Polypen, die meist unbemerkt im Körper entstehen. Diese Wucherungen der Darmschleimhaut sind zunächst gutartig, können aber im Laufe der Zeit zu bösartigen Tumoren entarten. Meistens sind diese Polypen bereits rund 10 Jahre im Körper gewachsen, bevor sie zu Darmkrebs entarten. Durch Vorsorgeuntersuchungen können diese Wucherungen entdeckt und entfernt werden, bevor sie zur Gefahr werden. Die wichtigste und aussagekräftigste Untersuchung zur Früherkennung und Diagnose von Darmkrebs ist die Darmspiegelung.

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit
und Verbraucherschutz - PM vom 03.10.2008

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