Jugendfahrt nach Bernières-sur-mer
Ein Reisebericht von Simone Bromma

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Mittwoch, 20.08.2008: Anreise
Am Mittwoch Morgen trafen wir 9 - noch müde – Jugendliche und 3 energiegeladene und motivierte Betreuer uns um 9 Uhr am Place de Bernières-sur-mer, um die gemeinsame Reise in die Normandie anzutreten.
Der erste Zug brachte uns nach Stuttgart, wo wir die einstündige Wartezeit mit einem kleinen Stadtbummel überbrückten. Danach ging es mit dem TGV (ähnlich ICE), indem wir uns dann auch alle ein wenig kennen lernten, ab nach Paris. Die Geschwindigkeit von 300 km/h hat die Wenigsten interessiert, da es viel zu erzählen, lesen und auch zu spielen gab.
Angekommen in Paris gab es keine Zeit, der französischen zu begegnen, geschweige denn durch die Geschäfte zu schlendern. Wir mussten uns gleich auf den Weg zur Métro machen, welche uns zum (hoffentlich) richtigen Bahnhof brachte. Spätestens jetzt merkten manche, dass ihr Koffer doch zu groß und zu schwer war.
Am richtigen Bahnhof angekommen stiegen wir auch gleich in den Zug ein, um unsere sowieso reservierten Plätze zu verteidigen.
Die letze Etappe war sehr lang und wir wurden sowohl hungriger und aufgeregter als auch immer müder. Trotzdem waren wir überrascht, als wir gegen 20 Uhr plötzlich Caen erreichten. Zur Begrüßung gab es neben den vier Bises (Küsschen) noch ein vorsichtiges Bonjour, weil sich noch keiner so richtig traute, seinen französischen Wortschatz zu verwenden. Das änderte sich aber bereits beim leckeren Abendessen in den Familien. Nach der Erkundung der neuen Umgebung, die unser Zuhause für die nächste Woche sein würde, sind wir alle müde ins Bett gefallen, denn wir wussten bereits, dass die nächsten Tage nicht weniger anstrengend werden.
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Donnerstag, 21.08.2008: Ausflug nach Caen
Die Franzosen waren mit dem Programm sehr gnädig, denn wir trafen uns erst um halb 11 am “Quid Club”, um gemeinsam mit dem „bus verte“ nach Caen zu fahren. Auf dem Chateau wurden die ersten Erfahrungen mit den Gastfamilien ausgetauscht und die herrliche Aussicht auf Caen genossen. Doch lange konnte uns niemand auf dem Chateau halten, denn wir hatten die Shopping-Möglichkeiten schon längst gesichtet. Uns blieben drei Stunden Zeit, um in Ruhe alles anzugucken. Wir waren begeistert von den vielen Leckereien, die es zu kaufen gab. Nach dem gemeinsamen Picknick besuchten wir eine sehr interessante Ausstellung surrealistischer Werke des Künstlers Giacometti. Danach ruhten wir uns ein wenig in der Sonne aus. Trotz der anstrengenden Tour blieben einige wie geplant zum “Spectacle” mit einer tollen Tanzvorführung bis zum Abend in Caen. Der Rest der Gruppe verbrachte den Abend gemeinsam am Strand.
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Freitag, 22.08.2008: Courseulles
Courseulles, stand am Freitag auf dem Programm. Gemeinsam machten wir uns auf den Weg in den Nachbarort von Bernières. Nach einem Fußmarsch von fünf Kilometern hatten wir die Gelegenheit über den Markt zu schlendern, welche wir uns selbst durch einen heftigen Schauer nicht nehmen ließen.
Das Picknick wurde somit vom Strand in den “Quid Club” verlegt, in dem wir unsere belegten Sandwiches aßen.
Nachdem wir uns alle trockene Kleidung besorgt hatten, wurden wir zum Bowlingspielen wieder nach Courseulles gefahren. Jeder versuchte sein Bestes beim Bowlen und es war auch schnell raus, wer genug „Glück“ hatte, durch Zufall immer alle Kegel umzuwerfen.
Inzwischen hatten wir gelernt, dass sich das Wetter am Meer sehr schnell ändern kann und freuten uns, dass wir am Strand bei herrlichem Sonnenschein relaxen konnten. Anschließend liefen wir wieder zurück nach Bernières, um den Abend gemeinsam im “Quid Club” mit Essen, Billard und Tischtennis spielen zu beenden.
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Samstag, 23.08.2008: Segeln in Langrune
Am Samstag hatten wir einen freien Vormittag, den alle zum Ausschlafen nutzten. Den Treffpunkt um halb 2 am Segelclub hielten wie immer nicht alle ein. Aber es dauerte nicht lange bis wir nach einer kurzen Einführung ins Segeln und nach Ausstattung mit Neopren und Schwimmweste auf dem Wasser waren.
Auf jedem Katamaran hatten drei Personen Platz. Jeder hatte eine Aufgabe, um dorthin zu gelangen, wo man selber oder der Segellehrer hin wollte. Trotz des sehr schönen Wetters und warmem Wasser war ein Segelteam früher als gedacht zurück zum Strand gesegelt, da manche mit der Seekrankheit zu kämpfen hatten.
Nach dem Abendessen im “Quid Club” oder bei Familie Mottin fielen wir todmüde ins Bett. Dies nahm uns auch keiner übel, da jeder weiß, dass die Meeresluft ganz schön müde macht.
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Sonntag, 24.08.2008: Freie Zeit in den Familien
Der Sonntag stand uns zur freien Verfügung. Gruppenintern hatten wir Ihn schon vorab zum Badetag gemacht, doch dass Wetter wollte es anders. Als wir am späten Vormittag aufgewachten, um unsere Badesachen zu packen, merkten wir, dass das wohl keine gute Idee war. Der Himmel war trist und es regnete immer wieder.
Nach dem Essen in den Familien wurde kurzer Hand umgeplant und wir trafen uns erneut in Courseulles, um eine Partie Minigolf zu spielen. Das hat auch ganz gut bei leichtem Nieseln geklappt. Bis zum Abend hatten wir Deutschen mehr oder weniger die französischen Regeln des Minigolfs erlernt.
Danach trafen wir uns wieder zum gemeinsamen Abendessen mit der Bürgermeisterin, Madame Mottin. Sie hatte uns in ein neues Restaurant, dem „Père Tranquille“ eingeladen. Leider hat der Platz in dem hübschen kleinen Restaurant nicht gereicht und die Jugendlichen mussten draußen essen. Doch nach kurzer Zeit waren wir uns einig, dass das eigentlich ein Vorteil war, denn ausgestattet mit Decken und Wärmestrahlern, konnten wir den Sonnenuntergang bewundern und nach dem leckeren Essen den Tisch verlassen, um einen kleinen Verdauungsspaziergang am Strand zu machen.
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Montag, 25.08.2008: West Adventure
Am Montag Morgen mussten wir zum Glück aller doch nicht zu Fuß zum Kletterwald laufen, denn unsere Gastfamilien hatten uns dorthin gefahren. Angekommen in Reviers wurden uns die Sicherheitsgurte angelegt und wir bekamen eine kleine Einführung ins Klettern. Dann durften wir uns auch schon am Übungsparcours versuchen.
Anschließend ging es zu den großen Parcours. Von wackligen Knien bis souveräner Bewältigung der Parcours war alles dabei. Wir mussten von Plattform zu Plattform klettern, welche man durch verschiedene Elemente erreichte. Schnell lernten wir die richtige Technik und halfen uns gegenseitig von Baum zu Baum. Das Highlight des Kletterwalds war eine lange Seilbahn, mit der wir ein ganzes Feld überqueren konnten.
Unseren letzen Abend verbrachten wir bei einem gemeinsamen Abschiedsessen im “Quid Club”. Die Salate und die Nachtische, welche die Franzosen für uns zubereitet hatten, begeisterten uns alle. Wir dankten Michel und allen Familien für ihre herzliche Gastfreundschaft und waren uns alle einig, dass wir eine wunderschöne Woche in Bernières verbracht hatten, die wir nicht so schnell vergessen würden.
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Dienstag, 26.08.2008: Heimfahrt
Am Dienstagmittag traten wir die gemeinsame Heimreise an. Dies brachte etwas Gutes und auch Schlechtes mit sich. Wir mussten uns von unseren netten Gastgebern verabschieden, die sich während unseres Aufenthalts so liebevoll um uns gekümmert hatten. Andererseits waren wir auch froh, wieder nach Hause zu unseren Familien zu fahren.
Die Heimfahrt verlief wesentlich ruhiger als die Hinfahrt, denn wir waren alle von den letzten Tagen ein wenig geschafft. Trotzdem blickten wir mit sehr guten Erinnerungen und Erlebnissen auf die gemeinsame Woche zurück.
Bereits im TGV wurde des öfteren die Frage gestellt. „ Wann sind wir denn endlich da?“ Das konnte uns nicht der Zugführer mit seinem wahnsinnig lustigen Deutsch, sondern nur die Margot beantworten.
Zum Schluss möchte ich mich im Namen aller bei Margot, Rosy und Georg ganz herzlich für die Organisation und die nette Betreuung bedanken. Wir werden den schönen Aufenthalt in Bernières nicht so schnell vergessen und verbinden mit der Jugendfahrt viele schöne Erlebnisse und Erfahrungen.
Simone Bromma
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