Archive for the ‘Verkehr’ Category

Sattelzug-Fahrer das Leben gerettet

Dienstag, Januar 27th, 2009

WALDBRUNN, LKR. WÜRZBURG. Auf der Autobahn A 3 ist am Dienstagvormittag ein rumänischer Sattelzug von der Fahrbahn abgekommen, hat die Leitplanke durchbrochen und ist anschließend in einem Acker ausgebrannt.

Ausgebrannter SattelzugDer Fahrer, dessen Identität noch nicht feststeht, wurde von mehreren Verkehrsteilnehmern aus dem Führerhaus befreit, das schon kurz danach lichterloh brannte. Der Mann wurde schwer verletzt mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. Der Sachschaden dürfte sich auf etwa 100.000 Euro belaufen. Auslöser war ein geplatzter Reifen.

Zu dem Unfall war es kurz nach 11.00 Uhr gekommen, als der mit Maschinenteilen beladene Sattelzug in Richtung Frankfurt fuhr. Etwa einen Kilometer vor der Anschlussstelle Helmstadt platzte an der Sattelzugmaschine ein Reifen. Der Sattelzug brach danach sofort nach rechts aus, durchbrach die Leitplanke und fuhr die etwa 30 bis 40 Meter hohe Böschung hinunter. Im Auslauf krachte das Führerhaus dann gegen einen Entwässerungsgraben und wurde dabei komplett abgeknickt.

Zunächst hielten auf der Gegenfahrbahn zwei Lkw-Fahrer an, die Zeugen des Unfalls geworden waren. Auch mindestens drei Autofahrer, die in Richtung Frankfurt unterwegs waren, stoppten ihre Fahrzeuge. Gemeinsam gelang es ihnen, den schwerverletzten Fahrer aus dem total zerstörten Führerhaus zu befreien, nachdem sie eine Scheibe eingeschlagen hatten. Die Rettungsaktion kam gerade noch rechtzeitig, denn bereits kurz danach stand das Führerhaus lichterloh in Flammen und brannte komplett aus.

Unmittelbar danach rückte ein Großaufgebot von Feuerwehren aus Eisingen, Waldbüttelbrunn, Waldbrunn, Kist, Helmstadt und Höchberg an. Den Brand hatten die Löschmannschaften dann relativ schnell unter Kontrolle. Die Rettungsleitstelle hatte unter anderem einen Notarzt und einen Hubschrauber an den Unfallort geschickt.

Die Autobahn A 3 musste für 15 Minuten in Richtung Frankfurt komplett gesperrt werden. Danach war ein Fahrstreifen wieder frei. Da aus dem Sattelzug Öl ausgelaufen war, musste die Feuerwehr in dem Entwässerungsgraben eine Ölsperre errichten. Auch ein Vertreter des Wasserwirtschaftsamtes Würzburg informierte sich vor Ort.

Die für die Unfallaufnahme zuständigen Beamten der Verkehrspolizeiinspektion Würzburg-Biebelried sind voll des Lobes über die Hilfsbereitschaft, die sie vor Ort feststellen konnten. Es waren zahlreiche Pkw- und Lkw-Fahrer, die teilweise auch auf der Gegenfahrbahn ihre Fahrt unterbrachen und sofort zu dem verunglückten Sattelzug eilten. Nur durch das schnelle Eingreifen dieser Helfer konnte der Fahrer noch rechtzeitig aus dem Führerhaus befreit werden, bevor dieses komplett in Flammen aufging. Dafür sagt die Polizei allen, die sich an der Unfallstelle so vorbildlich verhalten haben, ein herzliches Dankeschön.

Quelle: PP Unterfranken - PM vom 26.01.2009

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Erweiterung Verkehrsverbund Mainfranken (VVM)

Montag, Januar 26th, 2009

Verkehrsverbund MainfrankenDas Kommunalunternehmen informiert:

Ein wichtiger Schritt für einen leistungsfähigen öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in Mainfranken ist die Erweiterung des VVM-Verbundraums um den Landkreis Kitzingen.

Zum 1. Februar 2009 bilden der Landkreis Kitzingen (KiNG) sowie der Landkreis Würzburg (VVM) und die Stadt Würzburg (VVM) einen gemeinsamen Verbundraum, der unter dem Namen Verkehrsverbund Mainfranken (VVM) weiterbestehen wird.

Die Vorteile für den Fahrgast liegen dabei deutlich auf der Hand. Mit der Integration von KiNG (Kitzinger Nahverkehrsgemeinschaft) in den VVM wird im gesamten Gebiet nur noch ein einheitlicher Tarif zur Anwendung kommen. Das Nebeneinander der unterschiedlichen Tarife von KiNG, VVM, DB und Omibusverkehr Franken GmbH entfällt. Dadurch wird die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel einfacher und übersichtlicher.

Die Wabenanzahl im VVM-Gebiet bleibt auf maximal 7 Waben begrenzt. Das bedeutet, wer über eine größere Tarifentfernung als die sieben Zählwaben fahren muss, zahlt nur den Betrag, der für sieben Waben anfällt. Neu ist ein günstigerer Fahrschein, wenn die Fahrt die Großwabe Würzburg nicht berührt. Man kann dies in der Tariftabelle leicht ablesen.

Beim Fahrkartensortiment entfällt künftig die Streifenkarte. Eine Alternative hierzu ist die 6-er-Karte. Für Schüler und Auszubildende gibt es nun auch eine günstige Wochenkarte. Der Fahrschein passt sich den individuellen Bedürfnissen der Fahrgäste optimal an, egal, ob man Bus, Bahn oder Straßenbahn fahren möchte – ein Fahrschein genügt!

Nutzen Sie unser neues Fahrgast-Magazin „Mainfranken mobil“ zur weiteren Information. Die Verteilung an alle Haushalte erfolgt am 28. Januar 2009.

VVM-Servicetelefon: 01801 – 886 886
(3,9 CT/Min. aus dem dt. Festnetz)

Internet: www.vvm-info.de
E-Mail: mail@vvm-info.de

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Parken auf Gehwegen

Montag, Januar 26th, 2009

Sehr geehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger!

Das leidige Problem verkehrswidrigen, ja manchmal rücksichtslosen Parkens führt immer wieder zu Klagen im Rathaus, diesmal über das Parken auf Gehwegen.

Nicht selten führt unvernünftiges Parkverhalten zu Verkehrsbehinderungen und Gefährdung der Fußgänger. Es müsste allgemein bekannt sein, dass das Parken auf Gehwegflächen nicht erlaubt ist. Geradezu rücksichtslos ist es aber, wenn so geparkt wird, dass nicht einmal mehr Kinder auf dem Gehweg bleiben und auf die Fahrbahn ausweichen müssen.

Kürzlich kam es zu folgendem Vorfall:
Ein Autofahrer parkte in der Hauptstraße in der Ortsmitte sein Auto so weit auf dem Gehsteig, dass niemand mehr vorbeigehen konnte. Ein noch jüngeres Schulkind hat sich dann mehrere Minuten nicht getraut, wegen des starken Verkehrs auf der Fahrbahn an dem Auto vorbeizugehen.

Diese Probleme ergeben sich natürlich in gleicher Weise für Rollstuhlfahrer, Kinderwägen, ältere oder behinderte Menschen.

Wir bitten Sie deshalb, die Gehsteige von Fahrzeugen freizuhalten und so zu einer verbesserten Sicherheit für alle Fußgänger zu sorgen.

Gemeinde Eisingen

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Ein Aus dem Führerschein-Tourismus

Donnerstag, Januar 22nd, 2009

Innenminister Joachim Herrmann: “Mit der dritten Führerschein-Richtlinie der EU, die am Montag, den 19.01.2009 in Kraft getreten ist, gibt es endlich Rechtsklarheit. Die Zeiten des Führerscheintourismus, dem im Einzelfall nur mit aufwendigen verwaltungsrechtlichen Verfahren begegnet werden konnte, sind damit vorbei. Die neue Richtlinie verbessert die Verkehrssicherheit, denn sie stellt klar, dass Personen, deren Fahrerlaubnis wegen Alkohol und Drogendelikten im Straßenverkehr entzogen wurde, sich nicht mehr einfach und unkompliziert im benachbarten Ausland einen neuen Führerschein beschaffen können.”

In der Vergangenheit haben Personen, die ihren Führerschein verloren hatten, wegen berechtigter Zweifel an ihrer Eignung, sicher am Straßenverkehr teilnehmen zu können, immer wieder im benachbarten EU-Ausland einen neuen Führerschein erworben und damit deutsche Eignungsvoraussetzungen umgangen. Deutschen Behörden boten sich aufgrund der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs dann nur beschränkt Möglichkeiten, gegen solche Fahrer, die mitunter eine erhebliche Gefahr für die Verkehrssicherheit darstellen, vorzugehen. Die neue Richtlinie stellt nun klar, dass ein EU-Mitgliedstaat die Ausstellung eines Führerscheines ablehnen muss, wenn der Führerschein des Bewerbers in einem anderen Mitgliedstaat eingeschränkt, ausgesetzt oder entzogen wurde. Wird dennoch ein EU-Führerschein ausgestellt, berechtigt dieser den Inhaber nicht zum Führen von Kraftfahrzeugen in Deutschland. Der Inhaber einer solchen Fahrerlaubnis muss mit einem strafrechtlichen Verfahren und mit empfindlichen Strafen rechnen.

“Die neue Regelung nimmt Interessenten den Anreiz, im Ausland einen Führerschein unter Umgehung deutschen Rechts zu erwerben und beendet damit den Führerscheintourismus und trägt zur Erhöhung der Verkehrssicherheit auf Bayerns und auf Deutschlands Straßen bei”, so Herrmann.

Quelle: Bayerisches Staatsministerium
des Innern - PM vom 22.01.2009

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Schulwegsicherheit

Dienstag, Januar 20th, 2009

Der Schulweg für Bayerns Schülerinnen und Schüler ist sicher und dies soll auch so bleiben. Dazu haben auch im Jahr 2008 Polizei, Landesverkehrswacht Bayern e.V., die Verkehrssicherheitsbeauftragten der Landratsämter, der Städte und viele andere Institutionen und Ehrenamtliche wesentlich beigetragen.

So absolvierten beispielsweise mehr als 100.000 Schulanfänger ein Sicherheitstraining auf dem Schulweg und lernten so das sichere Verhalten an Ampeln, an Fußgängerüberwegen und beim Überqueren der Fahrbahn. Durch gezielte Werbemaßnahmen konnten mehr als 11.500 neue ehrenamtliche Schülerlotsen und Schulweghelfer gewonnen werden.

Innenminister Joachim Herrmann: “Für die Sicherheit unserer Schulkinder ist das außerordentliche Engagement der Polizei, der Behörden, der Verbände und vieler Ehrenamtlicher, entscheidend. Wir werden uns auch weiterhin, gut vernetzt mit allen unseren Partnern, massiv für die Sicherheit auf dem Schulweg einsetzen.”Vor allem das Thema Schulbusse spielte 2008 eine wichtige Rolle. Bei landesweit knapp 100 Veranstaltungen der Polizei wurden beispielsweise 913 Schulbusfahrer auf ihre verantwortungsvolle Tätigkeit vorbereitet. Gerade nach dem Beginn des neuen Schuljahres in den Herbstmonaten hat die Polizei den Busverkehr intensiv überwacht und kontrolliert. Beinahe 5.000 Kontrollen wurden durchgeführt. Die Beanstandungsquote lag bei rund zehn Prozent. Es handelte sich weit überwiegend um geringfügige Beanstandungen, etwa bei marginalen Ausrüstungsvorschriften. Im Dezember 2008 hat die Polizei auch Kontrollen in Oberbayern und Unterfranken zusammen mit dem ADAC durchgeführt.

Quelle: Bayerisches Staatsministerium
des Innern - PM vom 20.01.2009

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20 Glatteisunfälle in Unterfranken

Montag, Januar 19th, 2009

Am Sonntag und in der Nacht zum Montag haben zum Teil spiegelglatte Fahrbahnen in Unterfranken zu zahlreichen Verkehrsunfällen geführt.

Dabei wurden vier Personen schwer und zwei weitere leicht verletzt. Der schwerste Unfall ereignete sich am Sonntagabend bei Frankenwinheim, als ein Auto gegen einen Baum prallte. Ebenfalls am Baum landete ein Fahrzeug bei Mellrichstadt. An den Unfällen beteiligt war auch ein Reisebus, der bei Waigolshausen in den Graben fuhr. Wie hoch der Sachschaden bei den etwa 20 Unfällen ist, steht noch nicht genau fest.

In den folgenschwersten Unfall waren gegen 21:30 Uhr zwischen Brünnstadt und Herlheim ein Vater und dessen Sohn verwickelt. Kurz nach der Mühle war der 18-Jährige mit seinem Toyota auf der glatten Fahrbahn ins Rutschen gekommen. Beim Aufprall gegen den Baum wurde der 45-jährige Beifahrer im Auto eingeklemmt. Er musste von der Feuerwehr mit der Rettungsschere befreit werden. Mit schwersten Kopfverletzungen kam der Mann in eine Schweinfurter Klinik.

Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wurde ein Sachverständiger an die Unfallstelle geschickt. Bei der Unfallaufnahme wurden die Beamten der Polizeiinspektion Gerolzhofen von den Feuerwehren aus Gerolzhofen, Frankenwinheim und Unterspiesheim unterstützt.

Ein weiterer schwerer Unfall ereignete sich kurz nach 20.00 Uhr bei Mellrichstadt. Dort hatte ein 21-Jähriger die Kontrolle über seinen BMW verloren und war gegen einen Baum geprallt. Der junge Mann musste ebenfalls von der Feuerwehr befreit und in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Sein Auto hat nur noch Schrottwert.

Glimpflich verlief dagegen ein Unfall bei Waigolshausen, als ein Bus in den Graben rutschte. Fahrgäste waren nicht an Bord. Der Fahrer kam mit dem Schrecken davon. Der Sachschaden hält sich in Grenzen.

Eine verletzte Autofahrerin gab es noch bei der Ortschaft Goggelgereuth im Landkreis Haßberge. Die Frau hatte sich mit ihrem Auto überschlagen und musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Bei Kleinlangheim erlitt ein Autofahrer schwere Beinverletzungen, als er mit seinem Auto im Graben landete. Leichte Verletzungen trug eine Autofahrerin dann auch bei einem Unfall bei Kreuzwertheim davon.

Bei den übrigen Verkehrsunfällen, die sich auf den zum Teil spiegelglatten Fahrbahnen in Unterfranken ereignet haben, blieb es zumeist bei Blechschäden.

Quelle: PP Unterfranken - PM vom 19.01.2009

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Bayern-Ticket: eine beispiellose Erfolgsgeschichte

Dienstag, Januar 13th, 2009

Als „beispiellose Erfolgsgeschichte“ bezeichnete Bayerns Verkehrsminister Martin Zeil das Bayern-Ticket bei der heutigen Jubiläumsübergabe. Seit seiner Einführung als bundesweit erstes Länderticket dieser Art im März 1997 ging es 15 Millionen Mal über den Schalter.

“Zug, fahren, einen Tag lang, in ganz Bayern, mit fünf Personen, für 28 Euro, das ist die Formel und das Erfolgsrezept des Bayern-Tickets. Knapp zwölf Jahre nach seiner Markteinführung ist das Bayern-Ticket aus dem Nahverkehr im Freistaat nicht mehr wegzudenken“, sagt Zeil.

Verkehrsminister Zeil überreichte das Jubiläumsticket dem 15 millionsten Bayern-Ticket-Reisenden am Münchner Hauptbahnhof. Bei der Übergabe wies er auf das breite Spektrum an Nahverkehrsangeboten in Bayern hin. Zeil: „Mit den Produkten Bayern-Ticket, Bayern-Ticket Single und Bayern-Ticket Nacht halten die Nahverkehrsanbieter im Freistaat für jeden Bedarf passende Tarifangebote bereit. Mit attraktiven Preisen, hoher Qualität und zuverlässiger Leistung kann die Eisenbahn dauerhaft mit dem Individualverkehr konkurrieren.“

Laut Zeil sind die Verkaufszahlen des Bayern-Tickets seit der Markteinführung im Jahre 1997 steil nach oben gegangen. „Aber auch Leistungsumfang und Produktvielfalt haben sich seitdem kontinuierlich verbessert. Mittlerweile gilt das Ticket bayernweit praktisch im gesamten Nahverkehr“, so der Minister abschließend.

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur,
Verkehr und Technologie - PM vom 13.01.2009

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Bewährung der 0,5 Promille-Grenze

Freitag, Januar 2nd, 2009

“Die jetzigen Werte von 0,5 Promille und 0,0 Promille für Fahranfänger haben sich bewährt. Für eine Senkung auf 0,3 Promille gibt es keinen Grund”, kritisiert Innenminister Joachim Herrmann den erneuten Vorstoß der Bundes-Drogenbeauftragten Sabine Bätzing, die Alkoholgrenze im Straßenverkehr von derzeit 0,5 Promille auf 0,3 Promille zu senken.

“Auch wer sein Auto stehen lässt und nicht mehr am Straßenverkehr teilnimmt, sollte selbstverständlich vernünftig mit Alkohol umgehen. Den Alkohol jedoch generell zu verteufeln, ist schlichtweg falsch”, so Herrmann.

Quelle: Bayerisches Staatsministerium des Innern - PM vom 02.01.2009

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Rechtsänderungen zum Jahreswechsel

Donnerstag, Januar 1st, 2009

Zum Jahreswechsel treten im Zuständigkeitsbereich des Bayerischen Innenministeriums wieder verschiedene neue Regelungen in Kraft.

Im einzelnen handelt es sich um folgende Regelungen:

1. Neues Personenstandsgesetz
Ab 1. Januar 2009 ist eine elektronische Registerführung bundesrechtlich grundsätzlich vorgegeben, endgültig verpflichtend wird sie für alle Standesämter aber erst zum 1. Januar 2014. In der Übergangszeit beurkunden die Standesämter, die noch keine elektronische Registerführung haben, die Personenstandsfälle in einem Papierregister.

Weitere wesentlichen Änderungen:

• Der Personenstand wird erstmals gesetzlich definiert.
• Die Regelung der Organisationsstruktur bzw. der Zuständigkeit obliegt den Ländern, ebenso die Gebührenhoheit.
• Das bisher als weiteres Personenstandsbuch geführte Familienbuch wird abgeschafft.
• Die Fortführung der Personenstandsregister ist zeitlich begrenzt. Nach Ablauf bestimmter Fristen (Geburtenregister 110 Jahre, Ehe- und Lebenspartnerschaftsregister 80 Jahre, Sterberegister 30 Jahre) werden die Register an die Archive abgegeben.
• Die Eheschließung muss zwar weiterhin beim Wohnsitzstandesamt angemeldet werden, das Eheschließungsstandesamt ist danach aber frei wählbar.
• Der Inhalt der Register und Urkunden wird reduziert.
• Die Zahl der ausstellbaren Urkunden wird reduziert (Abschaffung Geburtsschein, Abstammungsurkunde).
• Sobald die Register elektronisch geführt werden und eine elektronische Datenübermittlung eingerichtet ist, kann die Ausstellung von Urkunden auch bei einem nicht zuständigen Standesamt beantragt werden.
• Die Berichtigungsmöglichkeiten außerhalb des gerichtlichen Verfahrens werden erweitert.
• Die Benutzungsmöglichkeiten der Register und der zugehörigen Akten werden neu geregelt. So wird insbesondere der Kreis der Benutzungsberechtigten erweitert. Für Zwecke der wissenschaftlichen Forschung wird eine eigene Regelung getroffen.
• Personenstandsfälle von Deutschen im Ausland können vom Wohnsitzstandesamt beurkundet werden. Bisher war dafür das Standesamt I in Berlin für das ganze Bundesgebiet zuständig.
• Kliniken und Heime müssen, anerkannte Bestattungsunternehmen können Geburten bzw. Sterbefälle schriftlich anzeigen. Bisher war dies öffentlichen Einrichtungen vorbehalten, was in vielen Fällen die persönliche Vorsprache von Eltern, Angehörigen oder Bestattern in den Standesämtern notwendig machte.

2. Münchner Polizei und Verkehrsüberwachung ahnden Verstöße gegen das Einfahrtsverbot in die Umweltzone
Ab 1. Januar 2009 ahnden die Münchner Polizei und die Kommunale Verkehrsüberwachung Verstöße gegen das Verkehrsverbot in die Umweltzone München. Fahrzeuge, die keine der drei Umweltplaketten (rot, gelb, grün) am Fahrzeug angebracht haben oder über keine Ausnahmegenehmigung verfügen, haben mit einem Bußgeld von 40 Euro zuzüglich Gebühren und Auslagen sowie einem Punkt im Verkehrszentralregister in Flensburg zu rechnen. Es ist unerheblich, ob das Fahrzeug innerhalb der Umweltzone fährt oder parkt.

3. Neues Bayerisches Rettungsdienstgesetz
Das neue Bayerische Rettungsdienstgesetz tritt am 1. Januar 2009 in Kraft und löst das Bayerische Gesetz zur Regelung von Notfallrettung, Krankentransport und Rettungsdienst vom 8. Januar 1998 ab. Ziel ist ein moderner und leistungsfähiger Rettungsdienst, der den Bürgerinnen und Bürgern in Bayern eine bestmögliche Versorgung bietet. Wesentliche Neuerungen betreffen eine Stärkung der Kostentransparenz, verbesserte Grundlagen für den Notarztdienst, die Einführung des Fahrers für Notarzteinsatzfahrzeuge, die Regelung für arztbegleitete Patiententransporte sowie klare Rechtsgrundlagen für die Berg-, Höhlen- und die Wasserrettung. Darüber hinaus wird in Bayern flächendeckend der Ärztliche Leiter Rettungsdienst eingeführt. Es handelt sich dabei um eine Arbeitsgruppe von erfahrenen Ärzten, welche die rettungsdienstliche Qualität noch weiter verbessern sollen.

4. Verbot der Zweckentfremdung von Wohnraum
Am 1. Januar 2009 tritt das Gesetz über das Verbot der Zweckentfremdung von Wohnraum in Kraft. Das Gesetz ist bis zum 30. Juni 2013 befristet und ersetzt die bisherigen bundesrechtlichen Vorschriften sowie die landesrechtliche Verordnung über das Verbot der Zweckentfremdung von Wohnraum. Gemeinden, in denen Wohnraummangel herrscht, können künftig nach eigenem Ermessen durch Satzung festlegen, dass eine Zweckentfremdung von Wohnraum nur mit einer Genehmigung zulässig sein soll. Ob im Gemeindegebiet tatsächlich ein Wohnraummangel besteht, beurteilen ebenfalls die Gemeinden.

5. Reform des Zweitwohnungssteuerrechts - Einführung eines gesetzlichen Befreiungstatbestands für “Geringverdiener”
Ab 1. Januar 2009 entfällt durch eine Änderung des Bayer. Kommunalabgabengesetzes die Zweitwohnungssteuerpflicht für “Geringverdiener”. Auf entsprechenden Antrag müssen Zweitwohnungsinhaber von der von der Zweitwohnungssteuer befreit werden, wenn sie Einkommensgrenzen von 25.000 Euro beziehungsweise bei Verheirateten und Lebenspartnern von 33.000 Euro nicht überschritten haben. Maßgeblich ist die Summe der positiven Einkünfte in vorletzten Jahr vor Entstehen der Steuerpflicht. Der Antrag ist bis zum Ende des auf das Steuerjahr folgenden Kalendermonats zulässig. Der Nachweis über die Einhaltung der Einkünftegrenzen kann durch Vorlage entsprechender, bereits von anderen Stellen erstellter Bescheide (z. B. Steuerbescheid, Lohnsteuerbescheinigung, Rentenbescheid oder Kindergeldberechtigung der Eltern) geführt werden. Davon unabhängig entscheiden die Gemeinden auf Grund ihres Selbstverwaltungsrechts weiterhin selbständig, ob sie für ihr Gemeindegebiet überhaupt eine Zweitwohnungssteuer erheben.

Quelle: Bayerisches Staatsministerium des Innern - PM vom 30.12.2008

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Jahreswechsel – unterfränkische Polizei im Dauereinsatz

Donnerstag, Januar 1st, 2009

UNTERFRANKEN - In den meisten unterfränkischen Städten und Gemeinden ist der Start ins Neue Jahr 2009 friedlich verlaufen. Trotzdem hatte die Polizei alle Hände voll zu tun. In der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken gingen in der Silvesternacht mehr als 850 Notrufe aus dem gesamten Regierungsbezirk ein. Daraus hatten sich etwa 300 Einsätze ergeben, die die Polizeibeamten vor Ort bewältigen mussten. Meist hatten es die Polizisten mit Streitigkeiten, Körperverletzungen, Randalen und Sachbeschädigungen zu tun.

Im Landkreis Rhön-Grabfeld kam nahe der Ortschaft Heustreu ein 30-Jähriger bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Er war mit seinem Fahrzeug offenbar alleinbeteiligt gegen eine Böschung geprallt und in seinem Auto eingeklemmt worden. Auch zwei größere Brandfälle mit hohem Schaden und viele kleinere Sachbeschädigungen durch gezündete Feuerwerkskörper beschäftigten Feuerwehren und Polizei die ganze Nacht über. In ganz Unterfranken „sprengten“ einige Unbelehrbare Briefkästen mit Krachern in die Luft und riefen dabei immer wieder die Feuerwehren auf den Plan.

Der spektakulärste Einsatz war der Brand einer Schreinerei in Kitzingen, bei dem sechs Feuerwehrleute zum Teil schwerer verletzt wurden. Außerdem brannte der Dachstuhl eines Einfamilienhauses in Burgpreppach im Landkreis Haßberge völlig aus. Dabei gab es keine weiteren Verletzten. In beiden Fällen waren zahlreiche Feuerwehrleute stundenlang mit der Bekämpfung der Flammen beschäftigt. Die Ursache der Brände ist bislang nicht geklärt.
Ein fehlgeleiteter Feuerwerkskörper war vermutlich dafür verantwortlich, dass in Iphofen im Lkr. Kitzingen eine Terrassenverkleidung in Brand geriet. Der dabei entstandene Schaden beträgt ca. 5.000 Euro.

Vergleichsweise ruhig verlief der Jahreswechsel in der Würzburger Innenstadt. Rund 4.000 Besucher feierten, wie schon in den vergangenen Jahren, rund um die Alte Mainbrücke bis in die frühen Morgenstunden. Die eisigen Temperaturen bewegten aber die meisten dazu, sich nicht stundenlang im Freien aufzuhalten. Das Verbot von Glasflaschen und Feuerwerkskörpern in diesem Bereich zeigte auch heuer wieder den gewünschten Effekt und bewirkte, dass die Menschen dort ausgelassen und weitgehend friedlich feierten. Lediglich im Bereich von Diskotheken und der Kneipenmeile in der Sanderstraße schlugen wieder einige überwiegend alkoholisierte Personen über die Stränge. Dort hatten die Streifenbesatzungen ab 02.00 Uhr morgens alle Hände voll zu tun. Sie wurden zu zahlreichen Körperverletzungen und Streitigkeiten gerufen.

Im Gegensatz zum letzten Jahreswechsel blieb es dieses Jahr in Aschaffenburg relativ ruhig. Die dortige Polizei hatte sich gut gerüstet und war mit größtmöglicher Einsatzstärke die ganze Nacht unterwegs. Zwar mussten sich die Beamten um einige in Brand gesetzte Briefkästen und viele Streitigkeiten kümmern, ansonsten verlief die Silvesternacht weitgehend friedlich. Die Polizisten kontrollierten einige unbelehrbare Autofahrer, die sich trotz reichlichen Alkoholkonsums hinters Steuer gesetzt hatten.

Auch in der Kugellagerstadt Schweinfurt begrüßten die Bürger das Neue Jahr mit friedlichen Silvesterfeiern. Die Feuerwehren hatten allerdings einiges zu tun, denn sie mussten sich um mehrere Brandfälle kümmern. So war im Ludwig-Richter-Weg eine Rakete in eine Zypressenhecke geflogen, die daraufhin völlig nieder brannte. Der Schaden beläuft sich auf mehrere hundert Euro. In einem anderen Fall verirrte sich ein Feuerwerkskörper auf einen Balkon und entzündete eine Plastikliege. Durch die starke Hitzeentwicklung riss schließlich die Fensterscheibe des Wohnzimmers.

Insgesamt gesehen zieht die unterfränkische Polizei eine positive Bilanz der Silvesternacht und wünscht allen ein gesundes, sicheres und glückliches Neues Jahr 2009!

Quelle: PP Unterfranken - PM vom 01.01.2009

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