Archive for the ‘Bauen und Wohnen’ Category

Rechtsänderungen zum Jahreswechsel

Donnerstag, Januar 1st, 2009

Zum Jahreswechsel treten im Zuständigkeitsbereich des Bayerischen Innenministeriums wieder verschiedene neue Regelungen in Kraft.

Im einzelnen handelt es sich um folgende Regelungen:

1. Neues Personenstandsgesetz
Ab 1. Januar 2009 ist eine elektronische Registerführung bundesrechtlich grundsätzlich vorgegeben, endgültig verpflichtend wird sie für alle Standesämter aber erst zum 1. Januar 2014. In der Übergangszeit beurkunden die Standesämter, die noch keine elektronische Registerführung haben, die Personenstandsfälle in einem Papierregister.

Weitere wesentlichen Änderungen:

• Der Personenstand wird erstmals gesetzlich definiert.
• Die Regelung der Organisationsstruktur bzw. der Zuständigkeit obliegt den Ländern, ebenso die Gebührenhoheit.
• Das bisher als weiteres Personenstandsbuch geführte Familienbuch wird abgeschafft.
• Die Fortführung der Personenstandsregister ist zeitlich begrenzt. Nach Ablauf bestimmter Fristen (Geburtenregister 110 Jahre, Ehe- und Lebenspartnerschaftsregister 80 Jahre, Sterberegister 30 Jahre) werden die Register an die Archive abgegeben.
• Die Eheschließung muss zwar weiterhin beim Wohnsitzstandesamt angemeldet werden, das Eheschließungsstandesamt ist danach aber frei wählbar.
• Der Inhalt der Register und Urkunden wird reduziert.
• Die Zahl der ausstellbaren Urkunden wird reduziert (Abschaffung Geburtsschein, Abstammungsurkunde).
• Sobald die Register elektronisch geführt werden und eine elektronische Datenübermittlung eingerichtet ist, kann die Ausstellung von Urkunden auch bei einem nicht zuständigen Standesamt beantragt werden.
• Die Berichtigungsmöglichkeiten außerhalb des gerichtlichen Verfahrens werden erweitert.
• Die Benutzungsmöglichkeiten der Register und der zugehörigen Akten werden neu geregelt. So wird insbesondere der Kreis der Benutzungsberechtigten erweitert. Für Zwecke der wissenschaftlichen Forschung wird eine eigene Regelung getroffen.
• Personenstandsfälle von Deutschen im Ausland können vom Wohnsitzstandesamt beurkundet werden. Bisher war dafür das Standesamt I in Berlin für das ganze Bundesgebiet zuständig.
• Kliniken und Heime müssen, anerkannte Bestattungsunternehmen können Geburten bzw. Sterbefälle schriftlich anzeigen. Bisher war dies öffentlichen Einrichtungen vorbehalten, was in vielen Fällen die persönliche Vorsprache von Eltern, Angehörigen oder Bestattern in den Standesämtern notwendig machte.

2. Münchner Polizei und Verkehrsüberwachung ahnden Verstöße gegen das Einfahrtsverbot in die Umweltzone
Ab 1. Januar 2009 ahnden die Münchner Polizei und die Kommunale Verkehrsüberwachung Verstöße gegen das Verkehrsverbot in die Umweltzone München. Fahrzeuge, die keine der drei Umweltplaketten (rot, gelb, grün) am Fahrzeug angebracht haben oder über keine Ausnahmegenehmigung verfügen, haben mit einem Bußgeld von 40 Euro zuzüglich Gebühren und Auslagen sowie einem Punkt im Verkehrszentralregister in Flensburg zu rechnen. Es ist unerheblich, ob das Fahrzeug innerhalb der Umweltzone fährt oder parkt.

3. Neues Bayerisches Rettungsdienstgesetz
Das neue Bayerische Rettungsdienstgesetz tritt am 1. Januar 2009 in Kraft und löst das Bayerische Gesetz zur Regelung von Notfallrettung, Krankentransport und Rettungsdienst vom 8. Januar 1998 ab. Ziel ist ein moderner und leistungsfähiger Rettungsdienst, der den Bürgerinnen und Bürgern in Bayern eine bestmögliche Versorgung bietet. Wesentliche Neuerungen betreffen eine Stärkung der Kostentransparenz, verbesserte Grundlagen für den Notarztdienst, die Einführung des Fahrers für Notarzteinsatzfahrzeuge, die Regelung für arztbegleitete Patiententransporte sowie klare Rechtsgrundlagen für die Berg-, Höhlen- und die Wasserrettung. Darüber hinaus wird in Bayern flächendeckend der Ärztliche Leiter Rettungsdienst eingeführt. Es handelt sich dabei um eine Arbeitsgruppe von erfahrenen Ärzten, welche die rettungsdienstliche Qualität noch weiter verbessern sollen.

4. Verbot der Zweckentfremdung von Wohnraum
Am 1. Januar 2009 tritt das Gesetz über das Verbot der Zweckentfremdung von Wohnraum in Kraft. Das Gesetz ist bis zum 30. Juni 2013 befristet und ersetzt die bisherigen bundesrechtlichen Vorschriften sowie die landesrechtliche Verordnung über das Verbot der Zweckentfremdung von Wohnraum. Gemeinden, in denen Wohnraummangel herrscht, können künftig nach eigenem Ermessen durch Satzung festlegen, dass eine Zweckentfremdung von Wohnraum nur mit einer Genehmigung zulässig sein soll. Ob im Gemeindegebiet tatsächlich ein Wohnraummangel besteht, beurteilen ebenfalls die Gemeinden.

5. Reform des Zweitwohnungssteuerrechts - Einführung eines gesetzlichen Befreiungstatbestands für “Geringverdiener”
Ab 1. Januar 2009 entfällt durch eine Änderung des Bayer. Kommunalabgabengesetzes die Zweitwohnungssteuerpflicht für “Geringverdiener”. Auf entsprechenden Antrag müssen Zweitwohnungsinhaber von der von der Zweitwohnungssteuer befreit werden, wenn sie Einkommensgrenzen von 25.000 Euro beziehungsweise bei Verheirateten und Lebenspartnern von 33.000 Euro nicht überschritten haben. Maßgeblich ist die Summe der positiven Einkünfte in vorletzten Jahr vor Entstehen der Steuerpflicht. Der Antrag ist bis zum Ende des auf das Steuerjahr folgenden Kalendermonats zulässig. Der Nachweis über die Einhaltung der Einkünftegrenzen kann durch Vorlage entsprechender, bereits von anderen Stellen erstellter Bescheide (z. B. Steuerbescheid, Lohnsteuerbescheinigung, Rentenbescheid oder Kindergeldberechtigung der Eltern) geführt werden. Davon unabhängig entscheiden die Gemeinden auf Grund ihres Selbstverwaltungsrechts weiterhin selbständig, ob sie für ihr Gemeindegebiet überhaupt eine Zweitwohnungssteuer erheben.

Quelle: Bayerisches Staatsministerium des Innern - PM vom 30.12.2008

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Ortsdurchfahrt Eisingen ab 22.12.2008 wieder frei

Montag, Dezember 15th, 2008

Ortsdurchfahrt Eisingen ab kommenden Montag wieder frei und
Umleitung des Verkehrs und der Buslinie 51 aufgehoben.

Die Arbeiten zum Ausbau der westlichen Hauptstraße sind weitestgehend abgeschlossen.

Ab Montag, 22. Dezember 2008, wird die Sperrung der Ortsdurchfahrt wieder aufgehoben. Die Umleitung des Verkehrs, insbesondere des öffentlichen Nahverkehrs wird eingestellt und die Busse der Linie 51 halten ab Montagmorgen (Beginn 5.47 Uhr) wieder an den ursprünglichen Haltestellen.

Die Anwohner der Umleitungsstrecke, die Geschäftsleute in der Ortsmitte, die Nutzer der öffentlichen Busverbindungen, aber ganz besonders die unmittelbaren Anwohner der westlichen Hauptstraße haben während des Ausbaus der westlichen Hauptstraße viele Beeinträchtigungen und Einschränkungen hinnehmen müssen. Für das aufgebrachte Verständnis darf ich mich bedanken.

Ursula Engert
1. Bürgermeisterin

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Zusätzliche Bundesfernstraßenmittel für Bayern

Freitag, Dezember 5th, 2008

Innenminister Joachim Herrmann begrüßt das vom Bundesverkehrsministerium gestern vorgelegte Arbeitsplatzprogramm Bauen und Verkehr: “Die zusätzlichen 145 Millionen Euro für die Bundesfernstraßen in Bayern tragen dazu bei, die Konjunktur anzukurbeln und das Bundesfernstraßennetz zu verbessern. Dies ist gut für die Bauwirtschaft und für die betroffenen Bürgerinnen und Bürger in den jeweiligen Regionen”.

Der erste Teil des Arbeitsplatzprogramms Bauen und Verkehr des Bundesverkehrsministeriums sieht für Bayern folgende zusätzliche Investitionen für die Bundesfernstraßen vor:

Zusätzliche Neubeginne: 67,8 Millionen Euro, verteilt auf:
A 3 Anschlussstelle Helmstadt – Autobahndreieck Würzburg-West
B 13 Ortsumgehung Lehrberg
B 173 Johannisthal, südlich Kronach, erster Bauabschnitt
B 299 Ortsumgehung Neumarkt-St. Veit
B 301 Ortsumgehung Au i.d. Hallertau
B 388 Ortsumgehung Dirnaich
B 388n, B 388 - Hallbergmoos, Anbindung Flughafen München
B 492 Ortsumgehung Obermedlingen.

Für alle diese neuen Maßnahmen besteht Baurecht, so dass die Arbeiten
nun ausgeschrieben und 2009 begonnen werden können.

Verstärkung laufender Maßnahmen: 40,3 Millionen Euro
Verstärkung der Erhaltungsmaßnahmen: 36,0 Millionen Euro

Quelle: Bayerisches Staatsministerium des Innern - PM vom 04.12.2008

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Ausstellung - Die Anfänge der Denkmalpflege in Bayern

Mittwoch, November 19th, 2008

Die Bedeutung der Denkmalpflege und der Archive für das kulturelle Gedächtnis eines Landes hat Kunstminister Wolfgang Heubisch am Mittwoch in München bei der Eröffnung der Ausstellung „Die Anfänge der Denkmalpflege in Bayern“ hervorgehoben.

Heubisch: „Unser kulturelles Erbe ist Ausdruck der Identität unseres Landes und seine prägende Kraft.“ Deshalb seien Ausstellungen wie die der staatlichen Archive und des Landesamts für Denkmalpflege ein wichtiger Beitrag, um unser kulturelles Gedächtnis lebendig zu halten. Die Staatlichen Archive Bayerns präsentierten sich hier wieder einmal als Geschichtsvermittler. Heubisch unterstrich zudem die Bedeutung der Denkmalpflege für die heimische Wirtschaft. „Eine Förderung der Denkmalpflege ist zugleich Kulturförderung und regionale Wirtschaftsförderung“, so der Minister. Denn historische Bauwerke und gewachsene Ortsbilder seien nicht nur Identitätsgüter, sondern auch wichtige Wirtschaftsgüter. Für die bayerischen Regionen stellten sie Alleinstellungsmerkmale dar, die einen echten Standortvorteil bieten. „Aufwendungen der öffentlichen Hand für die Denkmalpflege sind kein Luxus, sondern eine lohnende Anschubfinanzierung, die sich in Form von Steuereinnahmen, ersparten Sozialausgaben, Qualifizierung von Standorten und Regionen schnell refinanzieren“, so Heubisch weiter. Die Denkmalpflege trage somit zur Stabilisierung des heimischen Handwerks und der Bauwirtschaft bei.

Die Anfänge der Denkmalpflege in Bayern kann man vom 20. November 2008 bis 20. Februar 2009 jeweils montags bis Freitag von 10.00 bis 18.00 Uhr in der Ausstellung „Entdeckungsreise Vergangenheit“ im Hauptstaatsarchiv München (Ludwigstraße 14) entdecken. Gezeigt wird in dieser gemeinsamen Ausstellung der staatlichen Archive Bayerns und des Landesamts für Denkmalpflege größtenteils unbekanntes Bild-, Karten- und Schriftgut aus der Zeit vom 16. bis zum 20. Jahrhundert. Der Eintritt ist frei.

Nähere Informationen im Internet unter:

http://www.gda.bayern.de/veranstaltungen/denkmalpflege.

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft,
Forschung und Kunst - PM vom 19.11.2008

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Digitalfunk in Bayern

Mittwoch, November 19th, 2008

Der Aufbau des bundesweiten Digitalfunknetzes für alle Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) schreitet in Bayern voran. Wie geplant konnte dieses Jahr in München zum Oktoberfest ein probeweiser Netzbetrieb starten.

“Die Erfahrungen bezüglich der Handhabbarkeit der Funkgeräte, der Netzversorgung, der Sprachqualität und den technischen Möglichkeiten bestätigen: Der TETRA-Digitalfunk ist für Einsatzkräfte der BOS die Kommunikationstechnik der Zukunft”, sagte Innenstaatssekretär Dr. Bernd Weiß.

In Europa haben u. a. auch Belgien, die Niederlande, Großbritannien und Finnland landesweite TETRA-Netze für ihre Sicherheitsbehörden eingerichtet. Schweden, Dänemark, Norwegen und Österreich bauen derzeit ebenfalls entsprechende Netze auf. Die aktuelle TETRA-Version bietet neben der hervorragenden Sprachübertragung bei Gruppen- und Einzelverbindungen auch die für die Einsatzkräfte wesentliche Möglichkeit zur Versendung von Text- und Routinemeldungen oder für die Standortbestimmung mittels GPS-Übertragungen.

Bayern gehört zu den Ländern, in denen der bundesweite Aufbau des Digitalfunknetzes im vergangenen Jahr startete. Seitdem hat die vom bayerischen Innenministerium eingesetzte Projektgruppe “DigiNet” zusammen mit der bayerischen Bauverwaltung den Netzaufbau in und um München weit voran gebracht. Rechtzeitig zum Oktoberfest 2008 waren knapp ein Dutzend Basisstationen im Stadtbereich München fertig gestellt und in einem vernetzten Probebetrieb. “In München sind damit bereits heute weite Teile des Stadtgebiets abdeckt. Die weiteren Stationen gehen jetzt nach und nach in Betrieb, bis die Stadt und der Landkreis München sowie die Flughafenanbindung durchgängig versorgt sind”, so Weiß. Zum Oktoberfest testete die Polizei erstmalig auch die automatische Übertragung von Routinemeldungen und von GPS-Daten. Auf einem Bildschirm konnte der Standort der Einsatzkräfte dargestellt werden. Dies erleichterte die Einsatzführung und die schnelle Unterstützung durch Verstärkungskräfte. Im Jahr 2011 sollen nach derzeitiger Planung alle BOS in Bayern den Digitalfunk nutzen können. Für den Aufbau und den Betrieb über 15 Jahre hat der Freistaat Bayern hierzu aktuell 649,3 Millionen Euro vorgesehen. Die Planungen für den weiteren Aufbau des Digitalfunknetzes in Bayern haben bereits begonnen. Innenstaatssekretär Weiß sagte dazu heute in München: “Die Funkversorgung in Bayern wird dabei deutlich über dem bundesweit gültigen Mindeststandard liegen. Die flächendeckende und gut ausgebaute Funkversorgung ist auch zukünftig eine unverzichtbare Voraussetzung für die erfolgreiche Fortsetzung bayerischer Sicherheitspolitik.”

Quelle: Bayerisches Staatsministerium des Innern - PM vom 19.11.2008

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Eingeschränkter Dienstbetrieb im Rathaus

Montag, November 3rd, 2008

In der Zeit vom

20.11. – 24.11.2008 ist im Standesamt und Bauamt

und vom

27.11. – 01.12.2008 im Einwohnermeldeamt und Passamt

nur ein eingeschränkter Dienstbetrieb wegen Bodenerneuerungsarbeiten möglich.

Bitte beschränken Sie Ihre Besuche in diesem Arbeitsbereich auf dringende Angelegenheiten.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

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Bauherrenpreis 2009

Samstag, Oktober 25th, 2008

“Energetisch und architektonisch vorbildlich sanierte Gebäude sollen zum ‘Nachahmen’ animieren. Mit dem Bauherrenpreis Stadterneuerung 2009 wollen wir beispielhaft gelöste Sanierungsmaßnahmen und städtebauliche Projekte prämieren und einer breiten Öffentlichkeit vorstellen. Wir wollen damit einen Anstoß geben, bei Sanierungen auf Energieeffizienz zu setzen und so einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten”, betonte Innenstaatssekretär Jürgen W. Heike anlässlich der Auslobung des Bauherrenpreis 2009 “Energieeffiziente Erneuerung” am 24. Oktober 2008.

Mit dem Bauherrenpreis sucht die Oberste Baubehörde Lösungen für den Gebäudebestand, die eine Nutzungsvielfalt fördern und das unverwechselbare Gesicht der Städte, Märkte und Dörfer bewahren. Gesucht werden seit 2002 ausgeführte private und kommunale Gebäudesanierungen sowie Um- und Erweiterungsbauten, die durch ihre gestalterische und funktionale Qualität einen herausragenden und modellhaften Beitrag zur Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und Baukultur leisten. Ausgezeichnet werden können ferner städtebauliche Entwicklungskonzepte und quartiersbezogene Planungen als Beitrag zur Stadterneuerung, die beispielgebende Handlungsansätze zur Anpassung vorhandener Siedlungsstrukturen an die Erfordernisse der Energieeffizienz und des Klimaschutzes bieten. Weitere Informationen zur Auslobung können im Internet unter

http://www.stmi.bayern.de/bauen/staedtebaufoerderung

abgerufen werden.

Quelle: Bayerisches Staatsministerium des Innern - PM vom 24.10.2008

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Aktionsbündnis gegen Schwarzarbeit

Dienstag, September 23rd, 2008

“Die Partner im Aktionsbündnis wachen über die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften über Mindestlöhne in der Bauwirtschaft. Es ist unser gemeinsames Ziel zu verhindern, dass skrupellose Auftraggeber oder Bauherren durch illegale Beschäftigung Arbeitsplätze in Bayern gefährden,” sagte Innenministerium Joachim Herrmann.

Nach der Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes zum niedersächsischen Landesvergabegesetz vom 3. April 2008 zur Tariftreueverpflichtung wurde der Vollzug der entsprechenden Tariftreueregelung im bayerischen Bauaufträgevergabegesetz ebenfalls ausgesetzt. Die Beschäftigten im Bauhandwerk stehen zwar dem Lohndumping durch eine europarechtskonforme Schutzbestimmung im Arbeitnehmerentsendegesetz nicht schutzlos gegenüber. Doch es ist darüber hinaus dringend notwendig, durch ein breites Bündnis von Arbeitgebern, Arbeitnehmern, Behörden und Institutionen entschlossen gegen die Schwarzarbeit vorzugehen. Ziel des bayerischen Aktionsbündnisses gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung ist ein fairer Wettbewerb, die Verhinderung eines ruinösen Preiskampfes im Baugewerbe, die Einhaltung der Mindestlöhne und des Sozialkassenverfahrens sowie ein konsequenter Gesetzesvollzug bei der Bekämpfung von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung. “Mindestlöhne im Bauhandwerk sind sinnvoll, denn diese Dienstleistung kann naturgemäß nur im Inland erbracht werden. Deshalb müssen wir die Arbeitgeber und Arbeitnehmer auch vor skrupellosen und kriminellen Auftraggebern durch entsprechende Gesetze, Selbstverpflichtungen und durch vertragliche Vereinbarungen wie das Aktionsbündnis schützen,” sagte Herrmann.

Das bayerische Aktionsbündnis wurde am 27. Oktober 2004 zwischen dem Bayerischen Bauindustrieverband, dem Landesverband Bayerischer Bauinnungen, dem Landesinnungsverband des Bayerischen Zimmererhandwerks, der IG Bauen, Agrar und Umwelt und dem Zoll gegründet. Mit dem Beitritt des Bayerischen Staatsministeriums des Innern wird ein enger Schulterschluss zwischen der Seite der öffentlichen Auftraggeber und den Auftragnehmervertretern geschaffen. “Ich bin überzeugt, dass die Bayerische Staatsbauverwaltung einen wichtigen Beitrag zu den Zielen des Bündnisses leisten wird,” so Herrmann. Immerhin vergibt die Staatsbauverwaltung mit Geldern von Bund und Freistaat jährlich Bauaufträge von circa drei Milliarden Euro und ist damit der mit Abstand größte Auftraggeber für die Bauwirtschaft in Bayern.

Quelle: Bayerisches Staatsministerium des Innern - PM vom 23.09.2008
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Garten- und Landschaftsbau-Messe in Nürnberg

Mittwoch, September 17th, 2008

Ministerpräsident Dr. Günther Beckstein hat heute bei der Eröffnung der „GaLaBau - 18. Internationale Fachmesse Urbanes Grün und Freiräume - Planen - Bauen - Pflegen” auf der Messe Nürnberg grüne Freiräume als wichtigen Bestandteil für eine umweltverträgliche Stadtgestaltung bezeichnet.

Beckstein: „Grünflächen werten den Ballungsraum Stadt massiv auf. Öffentliches und privates Grün haben eine wichtige Funktion als ‚Grüne Lunge‘ der Stadt. Gärten und Parks machen Natur auch in städtisch geprägten Räumen erlebbar und bieten gerade für Kinder und Jugendliche, die in der Stadt aufwachsen, Natur hautnah.” Die Staatsregierung setzt nach den Worten des Ministerpräsidenten auf Natur- und Umweltschutz sowie auf Umweltbildung von klein auf und für alle Generationen. „Denn nur was wir kennen und schätzen, das schützen wir auch”, so Beckstein. Den Garten- und Landschaftsbauern dankte der Ministerpräsident für ihr Engagement und ihre Kreativität, mit der sie innerstädtische Grünflächen planen, gestalten und betreuen. „Sie schaffen grüne Freiräume und bringen uns Natur zurück in die Städte”, so Beckstein. Dabei sind umfangreiche Sortimente, hohe Qualität, marktnahe Erzeugung und umweltschonende Produktion laut Beckstein die Markenzeichen der bayerischen Gartenbaubetriebe.

Beckstein: „Der Produktionsgartenbau und der Garten- und Landschaftsbau in Bayern erwirtschaften zusammen rund 2,4 Milliarden Euro. Damit ist der Gartenbau innerhalb der Landwirtschaft ein wichtiger Produktionszweig.” Im Bereich der Ausbildung hat der Gartenbau sogar Vorbildfunktion inne. „Der Gartenbau hat den höchsten Anteil an Auszubildenden innerhalb der landwirtschaftlichen Berufe und eröffnet attraktive berufliche Zukunftsperspektiven. Für diese Ausbildungsleistung danke ich herzlich. Wir alle wissen: Eine gute Ausbildung ist das Beste, was wir unseren Kindern und Jugendlichen mitgeben können”, unterstrich der Ministerpräsident.

Die Internationale Fachmesse GaLaBau in Nürnberg bietet eine umfassende Leistungsschau des Garten- und Landschaftsbaus in Deutschland. Im Mittelpunkt stehen Planung, Bau und Pflege von Urban-, Grün- und Freiräumen sowie Beispiele für innovatives „Bauen mit Grün”.

Quelle: Bayerische Staatskanzlei - PM vom 17.09.2008
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31 Denkmalschutzmedaillen verliehen

Montag, September 15th, 2008

Die Bayerische Denkmalschutzmedaille wurde wie im Vorjahr am Tag des offenen Denkmals, heuer Sonntag, 14. September, von Kunstminister Thomas Goppel verliehen. Wie der Minister am Sonntag bei der bayerischen Auftaktveranstaltung im Passauer Rathaus hervorhob, verzeichnete der Tag des offenen Denkmals in den vergangenen Jahren einen stetig steigenden Publikumserfolg. „Der Tag des offenen Denkmals als Teil einer europaweiten Aktion ist die einzigartige Möglichkeit, das kulturelle Erbe vor der eigenen Haustür zu entdecken“, betonte Goppel. Am Sonntag seien insgesamt rund 1000 Denkmäler in Bayern zu besichtigen gewesen. „Dabei richtete sich der Blick weniger auf die bekannten Prachtbauten, sondern vielmehr auf die unentdeckten ‚Denkmäler von nebenan’, die ansonsten nicht zugänglich sind und an denen man allzu leicht vorbeigeht“, so der Minister weiter. Das diesjährige Motto „Vergangenheit aufgedeckt – Archäologie und Bauforschung“ legte den Schwerpunkt auf die Aufgaben, Methoden und Ergebnisse der Bodendenkmalpflege sowie der Bauforschung. Insgesamt 55.000 Bodendenkmäler seien auf der Bayerischen Denkmalliste verzeichnet.

Im Rahmen der zentralen Eröffnungsveranstaltung in Passau verlieh der Kunstminister die Denkmalschutzmedaille an Personen sowie Vereine und Institutionen, die sich besondere Verdienste um den Denkmalschutz und die Denkmalpflege erworben haben.

Die Auszeichnung erhielten heuer insgesamt
31 Persönlichkeiten sowie Vereine/Institutionen.

Auszeichnung für Persönlichkeiten aus Unterfranken:

• Seit der Gründung 1128 als Prämonstratenserkloster Kloster Oberzell (Zell am Main, Lkr. Würzburg, Unterfranken) blickt die Anlage auf eine reiche und wechselvolle Geschichte zurück. Nach einer industriellen Nutzung im Gefolge der Säkularisation kauften die Oberzeller Schwestern 1901 das Klosterareal und übernehmen seither die gewaltige Aufgabe der Pflege und des Unterhalts. Klosterkirche und Konventbau wurden in den letzten Jahren denkmalgerecht instand gesetzt. Generaloberin Veridiana Dürr hat das Projekt gegen alle Schwierigkeiten beharrlich und mutig geleitet. Die Oberzeller Franziskanerinnen (Dienerinnen der Hl. Kindheit Jesu vom Dritten Orden des Hl. Franziskus) waren den denkmalpflegerischen Notwendigkeiten gegenüber immer aufgeschlossen und haben so eine Jahrhundertaufgabe gemeistert. Es ist ihnen gelungen, eine der wichtigsten monumentalen Klosteranlagen Frankens denkmalgerecht und zeitgemäßen Bedürfnissen angepasst zu sanieren.

• Im Jahr 1998 erwarben die Eheleute Friedrich Staib und Bernadette Zurasky das ehem. Winzerhofgut aus dem 17. Jh. in Sulzfeld a. Main (Lkr. Kitzingen, Unterfranken). Acht Jahre, von 1999 bis 2007, dauerte die Gesamtinstandsetzung. Historische Teile der Fenster und Türen wurden repariert, fehlende in bauzeitlicher Formensprache ergänzt, die barocke Treppenanlage restauriert und das gesamte Gebäude denkmalverträglich modernisiert. Heute ist die Historie der Anlage in all ihren zeitlichen Schichten wieder ablesbar.

Aus terminlichen Gründen konnten nicht an der Ehrung teilnehmen:
• Familie Stegerwald aus Retzbach im Lkr. Main-Spessart,
• Dieter Hofmann aus Lohr am Main ebenfalls im Lkr. Main-Spessart.

Die Denkmalschutzmedaille wird seit 1977 alljährlich auf Grund von Vorschlägen der Regierungen, Bezirke, Landkreise, Kirchen, des Landesamts für Denkmalpflege und privater Eingaben verliehen. Sie zeigt auf ihrer Vorderseite ein Portrait König Ludwig I., der im Jahre 1835 – in einer Zeit, in der die Menschen größtenteils noch sorglos mit den Zeugnissen der Vergangenheit umgingen – mit der Errichtung einer „Generalinspektion der plastischen Denkmäler des Reiches“ den Grundstein für die staatliche Denkmalpflege legte.

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft,
Forschung und Kunst - PM vom 15.09.2008
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