Berg der Franken wird von Schafen und Ziegen entbuscht
Durch Schafe und Ziegen wird das Trockenbiotop Staffelberg von Verbuschung frei gehalten und so ein einzigartiger Lebensraum für Sandlaufkäfer, Adonisröschen und Ameisenbläuling geschaffen.
Das betonte Umweltstaatssekretär Marcel Huber heute bei der Abschlussveranstaltung des 348. BayernNetz Natur-Projekts ‘Trockenbiotopverbund Staffelberg’ im Landkreis Lichtenfels.
Huber: “Der 539 Meter hohe Staffelstein ist nicht nur der Berg der Franken, sondern wegen seiner trockenen Magerrasen und Kalkscherbenäcker auch ein Refugium für seltene und bedrohte Tierarten. In fünf Jahren Projektarbeit mit Flächenankäufen, Freistellungs- und Entbuschungsmaßnahmen gelang es, ein 50 Quadratkilometer großes Mosaik aus Einzel-Biotopen zu vernetzen und eine urfränkische Landschaft zu erhalten.” Huber dankte allen Beteiligten für ihren Einsatz: “Im Verband mit Landwirtschaft, Naturschutz und Kommunalpolitik ist es dem Landschaftspflegeverband Lichtenfels gelungen, eine attraktive Kulturlandschaft mit kargen Kalkfelsen, beweideten Magerrasen, bunt blühenden Mähwiesen und ausgedehnten Streuobsthängen weit über Lichtenfels hinaus bekannt zu machen.”
Um die Trockenstandorte nachhaltig und kostengünstig frei zu halten, wurde auf über 100 Hektar ein sogenanntes Triftweidesystem errichtet. Damit hat der Wanderschäfer die Möglichkeit, seine Herde von weit über 500 Tieren problemlos von Weide zu Weide zu führen. Durch einen Rückzug der Landwirtschaft in diesem Gebiet waren nämlich die typischen Trockenstandorte durch Nutzungsaufgabe und Verbuschung gefährdet. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 600.000 Euro. Davon übernahm der Bayerische Naturschutzfonds und die EU 500.000 Euro, der Rest wurde vom Landkreis Lichtenfels, den Gemeinden Ebensfeld und Bad Staffelstein, dem Landesverbund für Vogelschutz und dem Bund Naturschutz getragen.
Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit
und Verbraucherschutz - PM vom 18.07.2008
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