Deutschlandwetter im Sommer 2008
Insgesamt durchschnittlich, allerdings etwas wärmer als üblich
Offenbach – Alle drei Monate des Sommers 2008 waren in Deutschland wärmer als der Klimanormalwert. Beim Niederschlag und beim Sonnenschein gab es regionale Unterschiede, die sich deutschlandweit aber insgesamt ausglichen. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2.100 Messstationen.
In Berlin am wärmsten, in Schleswig-Holstein am kühlsten
Wie schon 2007 fielen auch diesmal alle drei Sommermonate etwas wärmer als üblich aus. Für ganz Deutschland wurde eine durchschnittliche Temperatur von 17,5 Grad Celsius (°C) verzeichnet. Das sind rund 1,2 Grad über dem vieljährigen Klimawert von 16,3°C. Einmal mehr war es in der Bundeshauptstadt Berlin am wärmsten: Hier wurden 19,2°C gemessen. In Schleswig-Holstein war es mit 16,9°C am kühlsten. Die heißesten Tage des Sommers 2008 waren der 2. und 3. Juli: In Bendorf wurden 36,4°C, in Karlsruhe 36,2°C und in Holzdorf/Brandenburg 35,7°C erreicht. Im letzten Jahr war das Quecksilber an einigen DWD-Stationen noch auf über 38°C geklettert. Die tiefsten Temperaturen traten in der als „Schafskälte“ bekannten Witterungsperiode auf: Am 14. und 17. Juni registrierte man in Schierke, Deutschneudorf-Brüderwiese und Nürnberg-Netzstall ein Minimum von nur 1,0°C, teilweise sogar leichter Bodenfrost.
Im Nordwesten und Süden eher nass, sonst oft trocken
Der Sommer 2008 kam deutschlandweit mit etwa 233 Litern pro Quadratmeter (l/m²) nicht ganz an sein Niederschlagssoll von 239 l/m² heran. Die trockensten Gebiete erstreckten sich von Mecklenburg- Vorpommern und Brandenburg über Berlin bis nach Thüringen und Unterfranken. Hier lagen auch die regenärmsten Stationen: In Bad Königshofen/Grabfeld und Ostheim i. d. Rhön kam mit 89 l/m² nur etwa die Hälfte des langjährigen Mittels zustande. In den Stadtstaaten Bremen und Hamburg fielen dagegen im Schnitt fast 300 l/m². Die niederschlagsreichsten Stationen lagen diesmal am Alpenrand: Garmisch- Partenkirchen mit insgesamt 568 l/m², Rosenheim mit 558 l/m² und Reit im Winkl mit 552 l/m².
Sonnenscheinreicher Nordosten
Nach der etwas unterdurchschnittlichen Sonnenscheinbilanz des Sommers
2007 lag diese 2008 für Deutschland mit etwa 633 Stunden Sonnenschein ein wenig über dem vieljährigen Mittel von 604 Stunden. Verwöhnt wurde diesmal vor allem Mecklenburg-Vorpommern mit 723 Stunden, nachdem es im Vorjahr noch zu den sonnenscheinärmsten Bundesländern gezählt hatte. Am wenigsten zeigte sich die Sonne in Nordrhein- Westfalen, im Mittel nur etwa 566 Stunden, und hier besonders in der Landeshauptstadt Düsseldorf, wo nur 476 Sonnenscheinstunden kamen.
Temperaturen in den Bundesländern im Sommer 2008
(Jahreszeitenmittelwerte und Abweichungen vom vieljährigen Mittel)
Bundesland, Jahreszeitenmittel* und Abweichung*
Baden-Württemberg: 17,3°C, + 1,1 Grad
Bayern: 17,2°C, + 1,3 Grad
Berlin: 19,2°C, + 1,5 Grad
Brandenburg: 18,5°C, + 1,2 Grad
Bremen: 17,7°C, + 1,3 Grad
Hamburg: 17,8°C, + 1,3 Grad
Hessen: 17,5°C, + 1,3 Grad
Mecklenburg-Vorpommern: 17,5°C, + 1,2 Grad
Niedersachsen: 17,4°C, + 1,2 Grad
Nordrhein-Westfalen: 17,2°C, + 0,9 Grad
Rheinland-Pfalz: 17,4°C, + 1,1 Grad
Saarland: 17,4°C, + 0,7 Grad
Sachsen: 17,9°C, + 1,4 Grad
Sachsen-Anhalt: 18,2°C, + 1,3 Grad
Schleswig-Holstein: 16,9°C, + 1,1 Grad
Thüringen: 17,6°C, + 1,8 Grad
*Alle in dieser Pressemitteilung genannten Mittelwerte sind vorläufige Werte. Die notwendigen Daten der letzten drei Tage der jeweiligen Jahreszeit basieren auf Prognosen. Bis Redaktionsschluss standen nicht alle Messungen des Stationsnetzes des DWD zur Verfügung.
Quelle: DWD - PM vom 29.08.2008
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