Zentrale des DWD in neuen Räumen
Offenbach - Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat sein neues, modernes Zentralgebäude in Offenbach am Main bezogen. Im Rahmen einer Feierstunde mit geladenen Gästen aus dem In- und Ausland übergab heute Wolfgang Tiefensee, Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, den Neubau offiziell dem Präsidenten des DWD, Wolfgang Kusch.
Minister Tiefensee lobte das neue Bauwerk: „Es verkörpert in hohem Maße die baukulturellen Ziele der Bundesregierung. Energieeffizienz sowie nachhaltiges Bauen sind hier vorbildlich umgesetzt worden.“ Der Minister würdigte dabei den DWD als Nationales Kompetenzzentrum für die Klimaanalyse der Bundesrepublik Deutschland.
Michel Jarraud, Generalsekretär der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) in Genf wies in seinem Grußwort auf die internationale Bedeutung des Deutschen Wetterdienstes hin. Der Deutsche Wetterdienst stelle der WMO-Gemeinschaft großzügig eine Fülle an Diensten und Unterstützung zur Verfügung, die insbesondere den Entwicklungsländern zugute kämen. DWD-Präsident Wolfgang Kusch ist stolz, dass erstmals seit über 30 Jahren wieder alle zentralen Bereiche, u. a. die Vorhersage- und Beratungszentrale, das Deutsche Meteorologische Rechenzentrum, die Forschung, die Klima- und Umweltberatung und die Deutsche Meteorologische Bibliothek in einem Gebäude zusammengeführt sind.
Abwärme des DWD-Supercomputers heizt Gebäude
Der drei- bis siebengeschossige Neubau wurde in eine parkähnliche Anlage eingebettet. Insgesamt 900 Bedienstete sind dort beschäftigt. Architektonisch entspricht das Gebäude in seinem Gesamtbild der Typologie eines Wissenschaftsgebäudes und spiegelt die Innovationskraft und technisch-wissenschaftliche Kompetenz des internatio-nal tätigen Deutschen Wetterdienstes wider. Die geplante Bausumme von 72 Millionen Euro wurde exakt eingehalten.
Aspekte des ‚nachhaltigen Bauens‘ konnten bei diesem zeitweise größten Neubau-Projekt des Bundes im Rhein-Main-Gebiet realisiert werden. So kann der gesamte Wärmebedarf bis zu 80 Prozent aus der vom Großrechenzentrum erzeugten Abwärme gedeckt werden. Auf Klimaanlagen wird weitgehend verzichtet. Stattdessen sorgen sensorgesteuerte Jalousien und Fenster durch Ausnutzung der natürlichen Nachtauskühlung und der Belüftung für gutes Klima im Gebäude. Umgerechnet werden so jährlich über 600 Tonnen CO2 eingespart. Selbst die ausgedehnten Flachdächer wurden begrünt.
Quelle: DWD - PM vom 04.09.2008
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