Bayerns Arbeitsmarktzahlen für Januar 2009

Arbeitsministerin Haderthauer: Frostige Entwicklung am Arbeitsmarkt im Januar - Jetzt qualifizieren für den Arbeitsplatz der Zukunft

“Das extrem kalte Wetter sowie die Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise und konjunkturellen Abschwächung erschwerten die Situation auf dem bayerischen Arbeitsmarkt zu Beginn des Jahres zusätzlich zum ohnehin saisonüblichen Anstieg der Arbeitslosigkeit. Natürlich geht die wirtschaftliche Schwächephase an Bayern als modernem, exportorientiertem Wirtschafts- und Beschäftigungsstandort nicht spurlos vorüber: Durch seine im bundesdeutschen Vergleich überproportionale Exportquote der Industrie sowie deren Abhängigkeit von Branchen, die von der Krise stärker betroffen sind als andere, trifft die Entwicklung nun auch bayerische Arbeitnehmer”, kommentierte Bayerns Arbeitsministerin Christine Haderthauer die heute bekannt gegebenen Arbeitsmarktzahlen für Januar 2009.

Im ersten Monat dieses Jahres waren 330.597 Personen arbeitslos gemeldet, 67.827 Personen bzw. 25,8 Prozent mehr als im Dezember 2008. Die Arbeitslosenquote stieg damit auf 5,0 Prozent. “Erfreulicherweise liegen wir trotz der doppelten Belastung durch Witterung und Konjunktur jedoch weiterhin unter den Vorjahreswerten - im Vergleich zum Januar 2008 waren 17.570 Personen bzw. 5,0 Prozent weniger arbeitslos gemeldet”, bemerkte die Arbeitsministerin.

“Gerade jetzt werden wir unsere erfolgreichen Maßnahmen zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit mit den Mitteln des Europäischen Sozialfonds und Arbeitsmarktfonds fortsetzen und intensivieren. Unser Schwerpunkt liegt dabei auf dem verstärkten Qualifizierungsbedarf bei Geringqualifizierten sowie Jüngeren und Älteren, da gerade diese Gruppen in Zeiten eines wirtschaftlichen Abschwungs besonderen Risiken ausgesetzt sind. Beispielsweise fördern wir Projekte für den Nachwuchs - im Hinblick auf verbesserte Ausbildungschancen - sowie Qualifizierungsmaßnahmen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit kleiner und mittlerer Unternehmen”, kommentierte Haderthauer ihre langfristig ausgerichtete Strategie der Beschäftigungssicherung.

“Ich appelliere an die Unternehmen, massiv in Ausbildung zu investieren, um dem bereits jetzt herrschenden Fachkräftemangel auch in Zukunft gewachsen zu sein. Ich rate den Unternehmen dringend, die um die Verlängerung des Kurzarbeitergeldes erweiterten flexiblen Arbeitszeitmodelle zu nutzen und an ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern festzuhalten - denn bewährte und qualifizierte Arbeitskräfte bieten nicht nur im sich anschließenden Aufschwung einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil”, so die Arbeitsministerin. Weitere Verbesserungen in diesem Bereich seien mit dem Konjunkturprogramm II auf den Weg gebracht. Als Lichtblick bezeichnete die Ministerin zudem den ifo Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft, der im Januar 2009 aufgrund erhöhter Erwartungen seinen seit Mai 2008 durchgängigen Abwärtstrend durchbrach.

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und
Sozialordnung, Familie und Frauen - PM vom 29.01.2009

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